LG Adagio Kurzdistanz Heimkino Beamer im Test


Ekki Schmitt und Jürgen Bürtsch, Experte bei HEIMKINORAUM

Bei HEIMKINORAUM bestellen und im Test: Der FullHD Ultrakurzdistanzbeamer
 LG Adagio. So klein und doch so groß ersetzt er preiswert so manches TV.

 

Lange hieß es, dass immer größere TVs den Beamern Konkurrenz machen. Doch jetzt schlagen die Beamer zurück: Die brandneuen Ultra-Kurzdistanz-Geräte projizieren viel größere Bilder, als ein Fernseher aus nur wenigen Zentimetern Abstand.

 

Und seit Neuestem warten einige Modelle auch mit einer „smarten“ Oberfläche auf, wie von einem modernen TV gewohnt, ersetzen diesen damit ohne großen Aufwand komplett. Der erste Vertreter dieser smarten Ultrakurzbeamer ist der neue LG Adagio, der in allen HEIMKINORAUM Standorten vorführbereit ist.

Ohne viel Aufwand auf einem Sideboard platziert erzeugt der Adagio ein Bild zwischen 1m und 3m Breite, und ist dabei unauffällig und elegant, wie es kein TV sein könnte. Aber auch als Gelegenheits-Ergänzung zum TV für besondere Anlässe ist der Adagio ideal, denn er kann innerhalb von Sekunden in jeder Schublade verstaut werden.

 

Als Leinwand kann eine einfache weiße Wand oder eine Rahmen-Leinwand dienen, ganz nach persönlichem Geschmack. Wo immer ein „Fleckchen frei ist“, kann der kleine LG Beamer ein Großbild liefern. Doch der minimale Projektionsabstand und die smarte Oberfläche sind nicht die einzigen Besonderheiten dieses FullHD Winzlings, wie unser Test zeigt…

1. Technik

Auf den ersten Blick wird deutlich, dass der LG Adagio kein Beamer wie andere ist: Er ist kleiner, anders proportioniert und „beamt“ in die falsche Richtung über einen vorgesetzten Spiegel.

 

Seine kompakte Bauweise verdankt er einem genial einfachen technischen Aufbau, der neuesten Miniatur FullHD-DLP-Chipgeneration aus dem Hause Texas Instruments und drei Osram LED Lichtquellen in Rot, Grün und Blau.

 

State of the Art:
Osram Ostar Projection LED

Diese Kombination ermöglicht eine nahezu „endlose“ Nutzungsdauer ohne die Gefahr eines Lampenausfalls. Mindestens 30,000 Stunden soll der Adagio laut Hersteller durchhalten, womit er auch im wartungsfreien Alltagsbetrieb mit einem herkömmlichen TV gleichzieht. Selbst bei 8Std Nutzung am Tag hält die Lichtquelle 10(!) Jahre.

Doch diesen Vorteilen stehen auch Limitationen gegenüber: Mit 1000 Lumen Werksangabe liegt seine Leuchtstärke nach heutigen Heimkinomaßstäben eher am unteren Ende der Skala, was sich vor allem bei der Nutzung unter Restlichtbedingungen bemerkbar macht. Aus diesem Grunde empfiehlt ihn LG „nur“ für Bildbreiten bis 2,5m, obwohl er auch größere Bilder projizieren kann.

 

Der verwendete Spiegel wirkt nicht besonders vergütet und liegt ungeschützt frei, so dass er dem Hausstaub ausgesetzt ist, gleichzeitig aber wegen hoher Kratzempfindlichkeit nicht mit herkömmlichen Putztüchern gereinigt werden sollte.  Wir empfehlen einen Objektiv- Pinsel aus dem Fotozubehör, um den Spiegel hin und wieder schonend zu entstauben.

2. Ausstattung & Aufstellung

Wirklich beeindruckend ist es, dass beim Adagio zu Gunsten der Kompaktheit keine Abstriche in Ausstattung und Anschlüssen gemacht wurden, im Gegenteil: So manch „großer“ Projektor könnte sich eine Scheibe von dem Zwerg abschneiden.

Adagio / PF1000: 
Anschlüsse seitlich…

Von großer Bedeutung sind die Eingänge, über die der Projektor Kontakt zu Bildquellen aufnimmt. Zeitgemäß ist hier die HDMI Schnittstelle, über die alle Ausgabegeräte von DVD-Player bis TV-Receiver heutzutage verfügen. Der Adagio verfügt über derer gleich zwei, eine hinten (Wandseite) für ein unauffälliges Kabelverlegen, eine an der Seite für das spontane Anschließen mobiler Quellen.

 

… und hinten.

Zu den herkömmlichen Steckdosen gesellen sich aber auch „unsichtbare“ Schnittstellen. So kann der Ton nicht nur über ein Klinkenkabel ausgegeben werden, sondern auch kabellos per Bluetooth an BT-fähige Lautsprecher oder Empfänger.

Das Gleiche gilt für die Netzwerkverbindung. Wahlweise per LAN-Kabel oder per Funk / WLAN wird der Adagio in einem beliebigen Netzwerk eingebunden und kann sämtliche Inhalte (Videos, Bilder, Musik) in Echtzeit streamen. Seine integrierten Apps erlauben sogar die direkte Nutzung von populären Diensten wie Netflix , Maxdome, Youtube und Amazon Prime (Ende des Jahres per Update). Alternativ können Filme auch von einem USB-Stick kommen, einstecken genügt. Sogar ein Browser ist in dem Betriebssystem integriert, der allerdings in der Praxis etwas träger arbeitet.

Hauptmenü des LG Adagio (PF1000)

Unterstützt wird diese Smart-TV-Oberfläche durch die LG „Magic Remote“, die der Adagio von seinen TV Kollegen aus gleichem Haus geerbt hat. Sie arbeitet wie ein virtueller Laserpointer und ist perfekt abgestimmt, jeder kommt mit ihr auf Anhieb zurecht.

 

Die interaktive „Magic Remote“ des Adagio

 

Alles in allem wird der LG Adagio so zu einem vollwertigen TV Ersatz, nur ein Sat/Kabel- Tuner fehlt ihm leider, hier muss man auf externe Settop-Boxen ausweichen.

 

Die Aufstellung ist hingegen wieder etwas „konservativer“, die Schärfestellung erfolgt manuell am Drehrad auf der Geräteoberseite, etwas Feingefühl ist da schon notwendig.

 

Die Bildgröße wird alleine durch den (kurzen) Abstand zur Wand beeinflusst, einen zusätzlichen Zoom gibt es bei Ultrakurzdistanzbeamern grundsätzlich nicht. Der Adagio projiziert z.B. ein üppiges 100Zoll (2,54m) Bild bereits aus einem Abstand von nur 38cm, es gelingen so wirklich große Bilder auf kleinstem Raum, der limitierende Faktor ist lediglich die Größe der Wand.

 

Grundsätzlich kann jede helle Wand als Projektionsfläche genutzt werden, sie sollte aber möglichst weiß und eben sein: Schon leichte Unebenheiten führen durch den steilen Projektionswinkel zu sichtbaren Geometrieverzerrungen. Grobe Raufasertapeten erzeugen Schatten und beeinträchtigen die Bildqualiät, feine Raufaser ist hingegen weniger ein Problem. Am besten eignen sich glatt verputze Wände oder plan hängende Leinwände.

Bekanntermaßen lassen sich LEDs leichter kühlen, als herkömmliche Lampen, was der Lüfterlautstärke zugute kommt. In den beiden Eco-Modi ist der Adagio zwar nicht unhörbar, aber so leise, dass er den Filmton nicht stört. Der kleine LG  ist wesentlich leiser als die meisten Konkurrenten seiner Preisklasse.

3. Bildqualität

LED-Lichtquelle, ultrakurze Projektionsabstände, ultrakompakte Bauweise, bleibt da genügend Raum für die Bildqualität? Objektive Messungen geben Aufschluss:

3.1 Farbdarstellung

Die neue LED-Lichtquelle erzeugt im Grunde ein reineres Farbspektrum, als es der herkömmliche HD-Videostandard vorsieht. Dies muss durch ein leistungsfähiges Farbmanagement ausgeglichen werden.

Nativer Farbraum des LG Adagio / PF1000

Der Adagio bietet eine gute Abstimmung aller drei Grundfarben, absolute Perfektion wird aber nicht erreicht, auch nicht durch eine nachträgliche Kalibrierung. Er hat den Hang zu kräftigen Farben.

 

Eine perfekte Farbtemperatur ist kein Problem

Das „Warm“-Preset der Farbtemperatur führt ab Werk bereits zu einem guten Weißabgleich, der mittels des RGB-Equalizers des erweiterten Bildmenüs noch weiter perfektioniert werden kann.

Im Gesamtergebnis bietet sich auf der Leinwand eine ansprechende und glaubwürdige Farbreproduktion, Wenn auch die allerletzte Perfektion nicht erreicht wird. Umgekehrt ist der LED Beamer auf Wunsch besonders farbenprächtig, was sich bei Animationsfilmen besonders bezahlt macht.

3.2 Helligkeit und Kontrast

Wie bereits eingangs erwähnt, gehört der Adagio mit einer Werksangabe von 1000 Lumen nicht zu den hellsten Geräten am Markt. Wichtiger als die Werksangabe ist aber die Netto-Helligkeit bei guter Farbreproduktion.  Rund 700 Lumen bleiben bei ihm für die Bilddarstellung und im nativen Kontrast erreicht der Winzling durchschnittlich ca. 800:1.

Im normalen Filmbetrieb ist er mit diesen Ergebnissen für Bildbreiten bis 2,5m auch in nicht ganz dunklen Räumen gut gewappnet. Besonders beim TV Schauen überzeugt er zudem mit einem guten Inbildkontrast. Sein limitierter Kontrast wird vornehmlich in dunklen Szenen mit hohem Schwarzanteil sichtbar, denn dunkles Grau statt Schwarz „vernebeln“ die dunklen Bildbereiche.

3.3 Detaildarstellung / Bewegungsschärfe

Der dritte Hauptaspekt der Bildqualität umfasst die Detailreproduktion und Schärfe, besonders bei FullHD Projektoren wie den dem Adagio. Seine zwei Millionen Bildpunkte müssen möglichst pixelgenau scharf auf der Leinwand abgebildet werden, was bei einem Ultrakurzdistanzbeamer sich als besonders schwierig erweist.

Die Objektiv- / Spiegelkonstruktion des LG Adagio ist zwar aus Kunststoff und vermittelt daher kein HighEnd-Feeling, umso mehr überrascht sie mit einer guten Schärfestabilität, in einer Ecke ist aber ein leichter „Drift“ zu sehen, alles in allem bildet er das FullHD sehr angemessen optisch scharf auf der Leinwand ab.

Unterstützt wird die optische Schärfe durch eine hervorragende Signalverarbeitung: Dank modernen Schärfealgorithmen (Super Resolution) und einer horizontal und vertikal getrennt justierbaren Schärfe gelingt es dem LG, feine Details im FullHD Signal herauszuarbeiten, ohne dabei künstlich zu überschärfen.

Auch in der Bewegungsschärfe punktet der LG mit einer leistungsfähigen Zwischenbildberechnung: Sie ist nicht nur in 10 Stufen justierbar, sondern arbeitet auch so präzise, dass sie zu den besten am Markt erhältlichen gehört.

4. Ton

Ein Beamer, der ein ernstzunehmender TV-Ersatz sein will, muss nicht nur ein großes Bild, sondern auch den dazugehörigen Ton liefern. Hier kann der Adagio wegen seiner kompakten Bauweise keine Wunder bewirken. Zwar erzeugen seine internen Lautsprecher in Anbetracht der kleinen Chassis-Größe eine überraschende Lautstärke, die auch für den Filmgenuss in größeren Gruppen geeignet ist, doch das klangliche Volumen eines Fernsehers wird nicht erreicht.

Aber: Der Projektor gibt den Ton auf Wunsch entweder kabelgebunden oder kabellos per Bluetooth weiter, so dass auch externe Soundanlagen oder Soundbars zum Einsatz kommen können.

5. HEIMKINORAUM und Cine4home Fazit

Der LG Adagio ist ein faszinierender Beamer, der sich problemlos in jede Infrastruktur einbinden lässt, vor allem der integrierte Mediaplayer mit WLAN Unterstützung und die zahlreichen Smart-Apps sind hier vom großen Nutzen.

Es gibt fast keinen (portablen) Einsatzzweck, dem der kleine Bildriese nicht gewachsen ist. Seine technische Robustheit und die haltbare und moderne LED-Technologie führen das Konzept des smarten Überall-Beamers konsequent zu Ende. Der Adagio gehört zu den ersten Beamern, die auf keinen externen Zuspieler angewiesen sind weil sie sich per Netzwerk und / oder USB-Port selbst versorgen können

Zweifelsohne erfüllt er das Ziel des „Ultra-Großbild-TVs“ in nahezu jeder Hinsicht und dies zu einem Bruchteil des Preises. Wir sind davon überzeugt, dass dieses neue Konzept in den nächsten Monaten und Jahren viele neue Großbildfreunde gewinnen wird. Ob auch Sie dazu gehören, entscheiden Sie am besten nach einer persönlichen Sichtung vor Ort bei einem unserer HEIMKINORAUM Standorte in ganz Deutschland!

 

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Kommentare

Merci!
Von am 25. Januar 2017

Super Bericht - Danke!

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