Fernseher oder Beamer - Beratung und Entscheidungshilfen
Zu Hause Filme, Konzerte oder Sportveranstaltungen zu sehen, gehört zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen. Flachbildfernseher gibt es inzwischen in fast jeder Größe und für fast jedes Budget. Doch beim ganz großen Bild haben Beamer und Laser TVs die Nase vorn. Welche Technik ist für welchen Anwendungszweck geeignet?
Wichtig zu wissen
Viele kennen Beamer nur aus dem Büro: laut, ausgewaschen, nicht besonders überzeugend. Doch ein hochwertiger Heimkinobeamer hat mit einem Business-Beamer so wenig zu tun wie ein Sportwagen mit einem Lieferwagen. Auch von günstigen Mini-Beamern unter 300 € raten wir ab. Für ein echtes Heimkinoerlebnis braucht es professionelle Technik.
Sind Beamer schon so gut wie Fernseher?
In unserem ausführlichen Vergleich testen wir einen hochwertigen Fernseher gegen einen hochwertigen Heimkinobeamer, in der gleichen Preisklasse, bei Tageslicht und im abgedunkelten Raum. Das Ergebnis überrascht viele:
Bildquellen und Nutzung
Zunächst sollten Sie sich darüber klar werden, für welchen Zweck Sie die Bildwiedergabe nutzen wollen. Soll mit dem Fernseher nur ab und zu mal Nachrichten geschaut werden? Wollen Sie mit Freunden zusammen die Bundesliga genießen? Oder sind Sie ein Cineast und wünschen sich Filme in erstklassiger Bild- und Tonqualität zu erleben?
Auch die Anzahl der Stunden, die Sie am Tag schauen, sowie die Tageszeit spielt dabei eine Rolle. Soll am Nachmittag ständig nebenbei der Fernseher laufen, oder schauen Sie nur abends nach getaner Arbeit gemütlich zwei Stunden einen Film? Schauen Sie neben Filmen und Fernsehen auch Fotos oder spielen Sie Videospiele? Am besten Sie machen sich eine kleine Liste.
Wo soll das Bild hin?
Meist ist das typische deutsche Wohnzimmer um den Fernseher herum aufgestellt. Allerdings hat sich das mit der Zeit geändert, denn zum einen sind die Fernseher immer größer geworden. Zum anderen passen diese breiten Fernseher nicht mehr in die klassische Wohnwand.
Auch haben sich die Wohnräume verändert. Minimalistisches Wohnen liegt im Trend, und Stauraum für physische Medien wird kaum noch gebraucht. Deshalb empfehlen wir Ihnen kurz innezuhalten und sich zu überlegen, wie Sie denn Ihr Wohnzimmer gestalten wollen. Wir empfehlen, das Wohnzimmer so zu planen, dass man sich wohlfühlt und das Zimmer optimal nutzt. Die Technik sollte sich diesem Wohnen anpassen und nicht umgekehrt. Besuchen Sie unsere HEIMKINORAUM Standorte in Ihrer Nähe, wo wir viele Musterinstallationen aufgebaut haben, und lassen Sie sich inspirieren.
Beginnen wir zunächst mit dem Fernseher
Nachdem man einen Platz für den Fernseher gefunden hat und die für sich passende Größe ermittelt wurde, das behandeln wir in einem separaten Artikel, wird sofort klar, dass der Flachbildfernseher immer da stehen wird.

Im ausgeschalteten Zustand hat man eine große schwarze Fläche, einen dominanten schwarzen Klotz an der Wand, den man nicht mehr schön reden kann. Außer man investiert in einen Fernsehlift oder sonstige Techniken, um dieses „schwarze Loch“ zu verstecken. Gerade bei großen Fernsehern ab 65 Zoll Bildschirmdiagonale wirkt er sehr dominant im Zimmer, bei den heute beliebten Größen von 85, 98 oder gar 115 Zoll umso mehr.
Fernseher Installation
Ein Fernseher ist einfach zu montieren, egal ob auf einem mitgelieferten Standfuß oder mit einem Wandhalter an der Wand. Einfach an den Strom und an die Empfangsquelle anschließen, kurz einstellen und los geht es. Moderne Fernseher haben Streaming-Apps, WLAN, Sprachsteuerung und Smart-Home-Integration bereits integriert. Eine Fernbedienung, fertig.
Tipp von HEIMKINORAUM
Achten Sie beim Kauf besonders auf die Lieferung. Bei Größen ab 85 Zoll wird es logistisch anspruchsvoll. Es ist schon vorgekommen, dass wir einen großen Fernseher nicht durch das Treppenhaus liefern konnten. Tatsächlich ist bei Fernsehern ab 98 Zoll die unterschätzte Größe der häufigste Rückgabegrund. Und wenn ein 65 kg schwerer Flachbildfernseher an eine Altbauwand montiert werden soll, ist der eine oder andere Spezialdübel notwendig.
TV-Nutzung
Da Fernseher von selbst leuchten, können diese Geräte auch bei Tageslicht problemlos genutzt werden. Gerade wenn es sich um helle Inhalte wie Sport- oder Kochsendungen handelt, ist die Helligkeit selbst bei einfachen Modellen ausreichend. Hochwertige Geräte setzen sich sogar bei direkter Sonneneinstrahlung noch durch.
Allerdings haben die meisten Fernseher eine glänzende Oberfläche. Das kennen viele: Am Abend bei eingeschalteter Leselampe oder tagsüber mit Fenstern im Rücken hat man störende Reflexionen im Bild. Nur wenige High-End-Geräte sind wirklich gut entspiegelt. Bei einer Leinwand hat man dieses Problem nicht, denn die matte Oberfläche zeigt das pure Bild ohne Spiegelungen.
Der Fernseher ist schnell an- und auch wieder ausgeschaltet. Ideal, wenn man beim Frühstück schnell noch Nachrichten sehen will. Und durch die einfache Bedienung kommen auch alle Familienmitglieder und Gäste ohne lange Einarbeitung zurecht.
Fernseher Bild- und Tonqualität
Fernseher gibt es in jeder Preisklasse, Bildqualität und Bildschirmgröße. Bei den Technologien unterscheidet man heute hauptsächlich zwischen LED, Mini-LED und OLED. Jede Technologie hat ihre Stärken und Schwächen, und die Unterschiede sind größer, als man denkt.
Diese Unterschiede sollten Sie sich in unseren HEIMKINORAUM Ausstellungen mal in Ruhe zeigen lassen. Zwei wichtige Aspekte wollen wir aber hervorheben.
Schwarzwert bei Fernsehern
Herkömmliche LED- und Mini-LED-Fernseher funktionieren wie ein großes Dia, das von einer Hintergrundbeleuchtung durchleuchtet wird. Das Problem dabei sind die schwarzen Flächen, die bei dunklen Bildinhalten nicht durchleuchtet werden sollen. Gerade am Abend im abgedunkelten Wohnzimmer erscheinen dunkle Filmszenen dann eher als hellgraue Fläche, es sei denn, der Fernseher verfügt über eine sehr feine Hintergrundbeleuchtung mit vielen Zonen, das sogenannte Local Dimming.
OLED-Fernseher lösen dieses Problem, da jeder einzelne Pixel selbst leuchtet und komplett ausgeschaltet werden kann. Das ergibt perfektes Schwarz. Allerdings sind OLED-Geräte in großen Größen deutlich teurer und haben andere Nachteile, etwa eine geringere Maximalhelligkeit bei Vollbildszenen.
Blaulicht und Augenbelastung
Ein Aspekt, den viele nicht auf dem Schirm haben: Fernseher leuchten direkt in Ihre Augen, egal ob LED, Mini-LED oder OLED. Durch die hohe Helligkeit und die verwendeten Technologien entsteht ein hoher Blaulichtanteil. Blaulicht hemmt die Bildung des Schlafhormons Melatonin. Wer abends einen Film auf dem Fernseher schaut, kann danach tatsächlich schlechter ein- oder durchschlafen.
Ein Beamer oder Laser TV funktioniert dagegen reflektiv: Das Bild wird auf die Leinwand projiziert und von dort zurückgeworfen, wie natürliches Licht. Das Ergebnis ist ein deutlich angenehmeres, entspannteres Sehen mit wesentlich weniger Blaulichtemission. Bei aktuellen Laser TVs bescheinigt der TÜV ausdrücklich eine sehr niedrige Blaulichtemission. Für alle, die abends regelmäßig Filme schauen, ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Wie finde ich den richtigen Fernseher?
Daneben gibt es noch eine Vielzahl an Eigenschaften und Funktionen, die den Unterschied ausmachen. Sollten Sie Wert auf Qualität und Funktion legen, empfehlen wir Ihnen, sich beraten zu lassen und in unseren Ausstellungen die unterschiedlichen Größen, Preisklassen und Hersteller im Vergleich anzusehen. Die Unterschiede sind größer, als Sie denken.
Sollten für Sie Bildqualität, Tonqualität und Funktion eine untergeordnete Rolle spielen, können Sie heute beim Kauf eines Fernsehers eigentlich fast nichts falsch machen. Selbst günstige Geräte haben alle wichtigen Basisfunktionen integriert.
Vorsicht Falle beim Fernseherkauf
Sobald Sie jedoch spezielle Anforderungen haben, und eine reicht schon, sollten Sie unsere Berater in unseren Ausstellungen fragen. Typische Fallen:
- Sie möchten den Fernseher für Gaming nutzen und brauchen HDMI 2.1 mit VRR und ALLM
- Sie legen Wert auf Dolby Vision und Dolby Atmos für Kinoqualität
- Sie nutzen mehrere Streaming-Dienste und brauchen App-Kompatibilität
- Sie möchten den Fernseher in Ihr Smart Home integrieren
- Sie wollen Inhalte von Smartphone oder Tablet kabellos auf den Fernseher streamen
Für alle diese Aufgaben muss Ihr Fernseher vorbereitet und ausgestattet sein, sonst bleibt der Schirm dunkel oder die Funktion fehlt. Ärgerlich, aber vermeidbar. Unsere HEIMKINORAUM Berater helfen gerne.
Aber was ist jetzt mit einem Beamer?
Ein hochwertiger Heimkinobeamer wirft die wirklich großen Bilder. Und immer mehr Kunden entscheiden sich für eine solche Lösung. Dabei gibt es zwei Varianten: die Solo-Lösung, bei der ein Beamer den Fernseher komplett ersetzt, oder die Duo-Lösung, bei der ein kleinerer Fernseher durch einen Beamer ergänzt wird.
Wichtig ist die Unterscheidung: Ein Business-Beamer, wie man ihn aus dem Büro kennt, eignet sich überhaupt nicht fürs Wohnzimmer. Der muss vor allem hell sein, Bildqualität, Kontrast und Lautstärke spielen keine Rolle. Auch sehr günstige Mini-Beamer können keinen Fernseher ersetzen. Für ein echtes Heimkinoerlebnis braucht es einen dedizierten Heimkinoprojektor, und die sind heute besser als je zuvor.
Wohin mit dem Bild und der Leinwand?
Hier kommt ein erster riesiger Vorteil eines Beamers im Zusammenspiel mit einer Leinwand, denn man kann den Raum wirklich völlig frei gestalten. Will man die Couch so stellen, dass man tagsüber in den Garten schauen kann, ist das mit einem Fernseher fast unmöglich, denn der steht ja ständig im Weg. Eine motorisierte Leinwand verschwindet tagsüber via Rollo an der Decke, komplett unsichtbar.
Dadurch eröffnen sich in Räumen eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten. Man muss nur kreativ sein, und schon hängt eine Leinwand vor dem Bücherregal, vor einem Durchgang, vor einem Fenster oder wird in den Boden versenkt. In über 12.000 Installationen in ganz Deutschland haben wir fast für jeden Raum eine Lösung gefunden.
Tipp von HEIMKINORAUM
Einfach einen Grundriss vom Raum erstellen, ein paar Fotos schießen, und ab in eine unserer Ausstellungen in Ihrer Nähe. Wir finden eine Lösung für fast jeden Raum und fast jedes Budget.
Heimkinotechnik und Wohnambiente
Ein weiterer großer Vorteil: Beamer und Leinwand lassen sich hervorragend verstecken. Im Gegensatz zu einem großen Fernseher, der den Raum mit seiner schwarzen Fläche dominiert, verschwindet die gesamte Heimkinotechnik auf Knopfdruck. Sie haben Ihr schönes Wohnzimmer, so wie Sie es eingerichtet haben, ohne dass ein großer schwarzer Klotz an der Wand hängt.
Durch die Solo-Nutzung eines Beamers mit versteckter Technik ist tagsüber nur noch der Wohnraum selbst zu sehen. In vielen Installationen von HEIMKINORAUM erinnert das fast an eine Zeit, in der noch kein Fernseher in den Wohnzimmern stand. Wohnen pur, ohne Technikdominanz. Und der angenehme Nebeneffekt: Man muss sich bei der Einrichtung des Zimmers nicht nach dem Fernseher richten.
Beamer und Leinwand installieren
Ein Beamer im eigenen Wohnzimmer ist tatsächlich einfacher, als man zunächst denkt. Man muss ein paar Dinge beachten, etwa wie weit der Beamer weg sein muss und wie er an der Decke befestigt wird. Mit einem Bildbreitenrechner findet man den richtigen Abstand schnell. Dann wird der Beamer mit einem Deckenhalter montiert und projiziert auf die gegenüberliegende Leinwand.
Zudem verfügen klassische Beamer über keine andere Funktion als die Bilderzeugung. Streaming, Tonwiedergabe und weitere Funktionen werden von externen Geräten übernommen. Neuere Modelle ändern das gerade: Sie bringen ein smartes Betriebssystem und ein Lautsprechersystem gleich mit. Für den Laien kann eine Installation trotzdem anspruchsvoll sein. Bei höheren Anforderungen ist ein Installationsteam von unseren HEIMKINORAUM Fachgeschäften empfehlenswert. Gerne helfen wir aber auch bei Lösungen zum Selbermachen.
Interessant: Spätestens bei sehr großen Bildgrößen dreht sich das Verhältnis um. Eine Leinwand lässt sich mühelos durch jedes Treppenhaus tragen, ein Beamer sowieso. Ein 98-Zoll-Fernseher dagegen wird zum logistischen Kraftakt und passt oft schlicht nicht durch die Tür.
Passend dazu: unsere Anleitung in 10 Schritten zum eigenen Heimkino.
Moderne Beamertechnik: Laser statt Lampe
Eine der wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahre: Moderne Heimkinobeamer arbeiten mit Laserlichtquellen statt klassischen Lampen. Das bedeutet kein Lampenwechsel mehr und nahezu die gleiche Haltbarkeit wie bei einem Fernseher. Die Zeiten, in denen man alle paar tausend Stunden eine teure Lampe tauschen musste, sind vorbei.
Laserbeamer sind sofort betriebsbereit, farbstabiler über die gesamte Lebensdauer und oft leiser als ihre Vorgänger mit konventionellen Lampen. Typische Lebensdauern liegen bei 20.000 bis 30.000 Stunden.
Nutzung von Beamer und Leinwand
Mit einem Beamer kann alles geschaut werden, was man auch mit einem Fernseher schaut: Fernsehen, Fußball, Filme, Streamingdienste, Videospiele, Fotos. Die einzige Einschränkung ist die Helligkeit der Raumumgebung. Es gibt zwar sehr lichtstarke Beamer, bei vollem Tageslicht und dunklen Bildinhalten wird das Bild aber milchiger.
Unsere klare Empfehlung für die Nutzung im Wohnzimmer: eine Hochkontrastleinwand. Diese speziellen Leinwände schlucken Restlicht aus dem Raum und verbessern das Bild bei Umgebungslicht deutlich. Damit kann man auch am Nachmittag oder mit ein bisschen Licht im Raum gut etwas erkennen. Am Abend, wenn man sich einen Film anschaut, ist das Bild dann ohnehin hervorragend.
Bildqualität der Beamer
Bei der reinen Bildqualität am Abend kann ein hochwertiger Beamer heute absolut mit einem Fernseher mithalten. Der Fernseher liefert zwar das tiefere Schwarz und das leuchtendere Bild, er wirkt einen Tick plastischer und dynamischer. Aber der Unterschied ist deutlich kleiner, als die meisten erwarten.
Die Leinwand reflektiert das Licht, was unser Auge als angenehmer empfindet als die selbst leuchtenden Pixel eines Fernsehers. Das Ergebnis ist ein ruhigeres, entspannteres Bild, weniger anstrengend für die Augen, besonders bei längeren Filmabenden.
Überraschend für viele: Bei der Signalverarbeitung und dem Upscaling, also dem Hochrechnen von Full-HD-Material auf 4K, liegen die meisten hochwertigen Beamer sogar vor den meisten Fernsehern. Da ein Beamer riesige Bilder zeigt, kann man sich Fehler in der Verarbeitung nicht erlauben, alles wird viel drastischer sichtbar. Das Ergebnis: weniger Rauschen, bessere Bewegungsdarstellung und ein natürlicheres Bild, das nicht überzeichnet oder überschärft wirkt.
Beamer und Bildgröße
Während man sich beim Fernseher für eine feste Größe entscheiden muss, kann ein Beamer ein fast beliebig großes Bild werfen. Bei 400 cm Sitzabstand sind Bildbreiten von 240 cm und mehr üblich. Das sind 120 Zoll Diagonale, also 2,66 Meter in der Breite. Das ist eine echte Ansage und bringt richtiges Kinofeeling in die eigenen vier Wände.
Das Auge bewegt sich beim Schauen, was sehr ermüdungsfreies Sehen ermöglicht. Keine „Glotze“ mehr, sondern ein echtes Eintauchen in den Film. Beim Fußballspiel wie im Stadion sitzen, im Konzert in der ersten Reihe. Die pure Bildgröße erlaubt besseres Abschalten vom Alltag, weil man das Bild nicht mehr als Ganzes erfassen kann. Man taucht ein und sieht nicht mehr, was um einen herum passiert. Das ist der Heimkinovirus, und wer ihn einmal erlebt hat, den lässt er nie mehr los.
Robustheit: Leinwand gegen Fernseher
Ein oft übersehener Vorteil: Beamer und Leinwand sind extrem robust. Während man bei einem großen Fernseher schon vorsichtig sein muss, denn ein unglücklicher Stoß kann das teure Panel beschädigen, passiert einer Leinwand praktisch nichts. Gerade in Haushalten mit Kindern oder Haustieren ein beruhigendes Argument.
Laser TV: der Beamer, der aussieht wie ein Fernseher
Wer sagt „Ich will ein großes Bild, aber ich schaue auch viel tagsüber“, für den gibt es eine dritte Variante. Technisch ist ein Laser TV kein Fernseher, sondern ein Beamer, genauer gesagt ein Ultrakurzdistanz-Projektor. Er steht einfach auf dem Sideboard und wirft aus 30 bis 50 Zentimetern Entfernung ein 100 Zoll großes Bild auf eine spezielle Leinwand. Der Name kommt daher, dass er sich im Alltag bedienen lässt wie ein Fernseher: einschalten, Streaming-App öffnen, fertig.
In unserem neuen Video vergleichen wir beide Wege direkt gegeneinander, einen Laser TV und einen klassischen Heimkinobeamer, beide vom selben Hersteller und in der Spitzenklasse:
Laser TV oder Beamer: die Unterschiede im Überblick
| Kriterium | Laser TV | Klassischer Beamer |
|---|---|---|
| Bildgröße | im Wohnraum meist bis 120 Zoll | 120, 130, 140 Zoll problemlos |
| Leinwand | zwingend eine plane Spezialleinwand | notfalls auch weiße Wand |
| Aufstellung | Sideboard, nur Stromkabel | Decke oder Möbel gegenüber |
| Bei Tageslicht | deutlich im Vorteil | braucht Abdunklung oder Kontrastleinwand |
| Im Dunkeln | sehr gut | bessere Schwarzwerte, mehr Dynamik |
| Ton | kräftiges System eingebaut | bei neuen Modellen ebenfalls eingebaut |
| Mitnehmen | groß, braucht die Spezialleinwand | kompakt, weiße Wand genügt |
Der wichtigste Unterschied in einem Satz
Ein Laser TV braucht wegen seines sehr steilen Projektionswinkels immer eine speziell dafür gebaute, absolut plane Leinwand. Schon feinste Unebenheiten in einer Wand zeichnen sich sonst deutlich im Bild ab. Ein klassischer Beamer projiziert flacher und verzeiht das. Deshalb gehört zum Laser TV die passende Leinwand immer dazu, beim Beamer haben Sie die freie Wahl.
Wofür der Laser TV die bessere Wahl ist
- Tageslicht: Aktuelle Spitzenmodelle erreichen rund 5.000 ANSI-Lumen. In Kombination mit einer CLR-Leinwand bleibt das Bild selbst bei offenem Fenster und eingeschalteter Beleuchtung kräftig
- Keine Reflexionen: Die matte Leinwandoberfläche zeigt das pure Bild, ohne Spiegelungen von Lampen oder Fenstern
- Einfachste Installation: Gerät hinstellen, Leinwand aufhängen, fertig. Kein Kabel quer durch den Raum, kein Bohren in die Decke
- Kein Schattenwurf: Wer vor dem Gerät durchs Bild läuft, wirft keinen Schatten
- Verschwindende Technik: Es gibt motorisierte Möbellösungen, bei denen der Laser TV aus dem Lowboard herausfährt, und Leinwände, die vom Boden nach oben ausfahren
Wo der Laser TV an Grenzen stößt
Weil das Gerät so nah an der Leinwand steht, wächst mit der Bildgröße nicht nur der Abstand nach hinten, sondern das Bild wandert auch nach oben. Bei 100 Zoll ist das in einem normalen Wohnraum unproblematisch. Bei 110 Zoll braucht es etwas mehr Platz, und ab etwa 120 Zoll klebt das Bild in vielen Räumen schon an der Decke. Wer größer will, kommt am klassischen Beamer nicht vorbei.
Der zweite Punkt betrifft die Bildqualität im abgedunkelten Raum. Dort spielt der klassische Heimkinobeamer seine Stärke aus: tiefere Schwarzwerte, mehr Dynamik, eine kräftigere HDR-Darstellung. Highlights leuchten heller, dunkle Bildbereiche bleiben dunkler. Das Bild wirkt plastischer.
Und drittens die Sache mit der Leinwand: Sie lässt sich beim Laser TV nicht wegdenken. Wer spontan im Ferienhaus auf die Wohnzimmerwand projizieren will, ist mit einem transportablen Beamer besser bedient.
Warum ein größeres Bild dunkler wirkt
Ein Beispiel aus dem Video: Der Laser TV zeigt 100 Zoll mit rund 5.000 Lumen, der Beamer 120 Zoll mit 6.000 Lumen. Der Beamer ist also heller, wirkt aber trotzdem etwas dunkler. Der Grund: 120 Zoll bedeuten gegenüber 100 Zoll rund 40 % mehr Bildfläche, auf die sich dieselbe Lichtmenge verteilt. Für denselben Bildeindruck bräuchte es also auch 40 % mehr Licht. Diese Rechnung sollten Sie im Kopf haben, wenn Sie Datenblätter vergleichen.
Zu den Laser TVs im Online-Shop oder besuchen Sie unsere Ausstellungen, wo wir verschiedene Modelle im direkten Vergleich vorführen.
Fernseher werden immer größer. Ist das die Zukunft?
Fernseher wachsen stetig in der Größe. Doch ab wann lohnt sich ein Beamer mehr? Darum geht es in diesem Video:
Zusammenfassung: Beamer, Laser TV oder Fernseher?
Ein hochwertiges Heimkinosystem mit Beamer und 120 Zoll Leinwand ist ab einer vergleichbaren Preisklasse wie ein guter großer Fernseher zu haben, mit einem um ein Vielfaches größeren Bild. Je kleiner das Bild wird, desto mehr neigt sich die Waage zugunsten des Fernsehers, da man beim Beamer noch Lautsprecher und Leinwand benötigt.
Fernseher: Vorteile
- Einfache Installation und Nutzung
- Günstig bei kleinen Bildgrößen
- In hellen Umgebungen gut nutzbar
- Bestes Schwarz bei OLED, höchste Helligkeit
Fernseher: Nachteile
- Schwarze Fläche an der Wand, wenn ausgeschaltet
- Hohe Blaulichtemission, belastet Augen und Schlaf
- Störende Reflexionen auf der Oberfläche
- Logistisch schwierig bei großen Größen
- Panel empfindlich gegen Beschädigungen
- Bei großen Bildgrößen sehr teuer
Beamer: Vorteile
- Echtes Kinoerlebnis mit riesigen Bildern
- Technik verschwindet komplett
- Augenschonend dank reflektivem Licht
- Oft besseres Upscaling und Signalverarbeitung
- Beste Schwarzwerte im abgedunkelten Raum
- Leinwand robust und einfach zu transportieren
Beamer: Nachteile
- Bei vollem Tageslicht eingeschränkt
- Installation aufwändiger als beim Fernseher
- Je nach Modell zusätzliche Geräte für Ton und Empfang
- Schattenwurf, wenn jemand durchs Bild läuft
Laser TV: die clevere Alternative
- Großes Bild bis etwa 120 Zoll auf kleinstem Raum
- Klar tageslichttauglich
- Einfachste Installation, steht auf dem Sideboard
- Keine Reflexionen, kein Schattenwurf
- Motorisierte Möbellösungen möglich
- Augenschonend wie jeder Beamer
Zu bedenken: Die Spezialleinwand gehört zwingend dazu, und über 120 Zoll wird es in normalen Wohnräumen eng.
Fazit: Fernseher oder Beamer?
Als Heimkinofans müssen wir ehrlich sagen: Für das echte Kinoerlebnis geht nichts über einen Beamer. Die Kombination aus riesigem Bild, augenschonendem reflektivem Licht, verschwindender Technik und hervorragender Bildqualität am Abend macht für uns den Unterschied. Ein Beamer auf 120 Zoll ist ein echtes Erlebnis, kein „Fernsehen“. Man taucht ein, vergisst den Alltag, erlebt Konzerte als wäre man dabei, sitzt in der Loge und sieht Fußball in einer nie gedachten Qualität.
Für alle, die auch tagsüber viel schauen möchten, empfehlen wir einen Blick auf die Laser TVs. Sie bieten deutlich mehr Helligkeit als klassische Beamer, sind einfach zu installieren und liefern ein großes, reflexionsfreies Bild, auch bei Sonnenlicht.
Wer es unkompliziert will und hauptsächlich bei kleinen bis mittleren Bildgrößen bleibt, kommt natürlich auch mit einem Fernseher klar. Gerade für schnelles Einschalten, Nachrichten oder als Zweitgerät hat ein Fernseher seine Berechtigung.
Am Ende ist es eine Typensache. Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie sich aber informieren und vor allem vergleichen. Besuchen Sie eine unserer HEIMKINORAUM Ausstellungen in ganz Deutschland. In unseren Wohnraumstudios sind Fernseher, Leinwände, Beamer und Laser TVs in großer Zahl vorführbereit aufgebaut. So treffen Sie eine Entscheidung richtig und unter Erwägung aller Möglichkeiten.
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Fernseher, Beamer und Laser TV stehen bei uns nebeneinander, in echter Wohnraumatmosphäre und bei verschiedenen Lichtsituationen.
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Was haltet ihr von den Xgimi Horizon ultra als TV Ersatz? Da er auch Android TV bietet und Dolby vision. Zur Zeit besitze ich ein Sony Bravia A90j in 65 Zoll. Bin auch 3d freak. Kann man den Xgimi mit dem Sony vom Bild her vorziehen?
DAs funktioniert nicht optimal. Von einem TV Ersatzgerät würden wir auch einen guten Betrieb bei Tageslicht erwarten. Das ist dann eher mit LaserTVs möglich. Als 3D Fan sollte man sich da die Geräte von Awol mal ansehen.
Schönen guten Tag,
ich interressiere mich für ein Heimkino. Mit welchen kosten muss man denn hier rechnen für alles zusammen, Also Leinwand, Beamer, Sound, Anschlüsse.
In der Beschreibung klang es so als wäre die Lösung günstiger als ein Fernseher.
Schöne Grüße
Nicole Stens
Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage an die [email protected]
Hallo Heimkinoteam,
nach mehreren Quellen soll ja im März der Release des Viewsonic x1000-4k UST Beamer erscheinen, nehmt Ihr den in euer Sortiment auf und kommt dann dazu auch ein ausführlicher Test?
Vielen Dank und Grüße,
Helge
Wir sind bis Dato kein Viewsonic Händler!
Hallo!
Ich überlege mir, auch einen Beamer anstelle eines Fernsehers zuzulegen.
Allerdings ist mein Wohnzimmer nicht allzu groß und der Abstand zwischen Couch und Leinwand würde bei max. 2,8 - 3 m liegen.
Ist das für ein gutes Bild und die Projektion zu nahe oder passend?
Danke vorab für eine Info!
Das geht doch vollkommen in Ordnung. Ich würde eine Bildbreite von 2m empfehlen.
Ich habe seit etwa 5 Jahren einen Fernseher im Schlafzimmer und einen Beamer im Wohnzimmer. So kann ich je nach dem selbst entscheiden.
Was mich noch wunder nehmen würde.. Wie wichtig ist die Leinwand? Ich hab zu Hause eine weisse, sehr flache, riesige Wand (wurde mit weisser Farbe über eine Tapete gestrichen). Ich frag mich aber wie gross der Unterschied ist zu einer Leinwand. Diese sind ja nicht grad günstig bei so einem riesen Bild welches ich zur Zeit habe.. Gibt es evt. geeignete weisse Farbe welches für eine besseres Bild sorgen kann?
Hallo,
hier empfehlen wir ganz klar eine Leinwand. Die Farbe spielt sicher eine Rolle, die Beschaffenheit noch mehr, das Wichtigste ist aber der schwarze Rand. Der verbessert den Kontrast. Leinwandfarbe auf die Tapete können wir nicht empfehlen - das ist zu rau. Am besten kann man die Unterschiede bei uns in der Ausstellung sehen.
... ich hab mich jetzt entgültig für NUR Beamer entschieden. Den Artikel hab ich schon mehrmals gelesen und meinen Fernseher mit einem Beamer ergänzt. Nachdem ich seit Monaten beides hatte, habe ich mich final entschieden den Fernseher abzubauen. Man gewöhnt sich einfach zu schnell an das große Bild und auch an die ruhige Bildqualität.
Hallo
Der Nachteil besteht meiner Ansicht darin das man jede Serndung z.b Tagesschau
Shopping Queen, Wiso,Grip ect. auf der meistens 16:9 Leinwand schaut und dann Abends wenn ein Kinofilm z.b in 21:9 läuft ein kleineres Bild hat !
Mit Kinofeeling ist es da nicht mehr viel ( Gewöhnungsefekt ).
Falls das Bild zu groß ist, kann man dies mit einigen Projektoren auf Knopfdruck so klein Zoomen dass es wie ein großer TV wirkt. Im Kinobetrieb zoomt man dann wieder auf maximale Breite.
Fernseher für Alltag, Beamer und gute Leinwand für Filme/Sport/Bundesliga. Gerade als Fußball Fan gibt es kaum etwas schöneres als Samstag Nachmittag die Leinwand runter zu fahren... Stadionfeeling!
Danke an den Heimkinoraum Osnabrück.
Ich wollte mir erst immer einen großen TV zulegen um Kinofeeling zu erleben, dann wurde mir im Heimkinoraum Osnabrück auf 3.5 x2m Bildfläche gezeigt was im Full HD Bereich machbar ist. Da ich immer nur ältere Bürobeamer bei Fußballübertragungen gesehen habe, war ich echt geflasht was ich da Vorgeführt bekommen habe.... seit 2 Wochen hängt ein Sony HW 65 bei mir unter der Decke .
Ich melde mich hier jetzt erst, da ich diesen Bericht schon vor einem Jahr gelesen hatte. Inzwischen ist mein Wohnzimmer umgebaut und ich habe mich für einen Beamer entschieden. Vielen Dank auch noch mal für die Beratung in Leipzig bei Herrn Beckman (so heißt der glaub ich). Die ganze Familie schaut jetzt Beamer, den Fernseher haben wir inzwischen in einen anderen Raum. Wenn ich damals den Bericht nicht gefunden hätte, wäre ich nie im Leben auf die heutige Lösung gekommen. Sogar meine Frau ist begeistert.
Interessant...
Guter Beitrag!