Der richtige Lautsprecher für daheim


Ekki Schmitt & Andreas Dittrich, Experte bei HEIMKINORAUM

Wie funktioniert das eigentlich und auf was müssen Sie beim Kauf achten?

Hochwertige Lautsprecher machen sich in den heimischen vier Wänden gleich doppelt bezahlt: Einerseits versorgen sie das Großbild im Heimkino mit der notwendigen Klangkulisse, andererseits können sie auch ganz ohne begleitendes Bild den Zuhörer in jedes Wunschkonzert versetzen.

„Je besser der Lautsprecher, desto authentischer das Klangerlebnis“ ist dabei eine Binsenweisheit und dennoch in der Praxis fast unmöglich umzusetzen. Denn was macht einen Lautsprecher überhaupt „gut“ und wie subjektiv sind die Maßstäbe? In diesem Anfänger-Special erklären wir die Funktionsweise von Lautsprechern und geben Tipps zur Auwahl.

 

Das Medium „Schall“

Was ist eigentlich Schall? Hier ein kleiner Auffrischungskurs, wenn das Schulwissen abhanden gekommen sein sollte:

 

 

Jeder weiß, dass das Trommelfell in unseren Ohren für die Wahrnehmung des Schalls sorgt, indem es in Schwingungen versetzt wird. Dies geschieht wiederum schlicht und einfach durch die „Luft“, ohne Luft (sprich Vakuum) gibt es kein Schall.

Die „Luftstöße“ regen unser Trommelfell zu Schwingungen an

Genauer gesagt sind es die schwebenden Luftmoleküle, die sich bewegen und durch Kollision sich gegenseitig in der Luft „anstoßen“, bis sie schließlich in unserem Ohr auf das Trommelfell treffen. Das was wir hören ist als das Ende einer langen Kettenreaktion.

 

Die Membran, Herz eines jeden Lautsprechers

So wie unser Trommelfell das Ende der Schall-Kettenreaktion darstellt, ist der Lautsprecher der Anfang dieser Kette, genauer gesagt seine „Chassis“, wie der Fachmann sagt. In der Regel besteht solch ein Chassis ebenfalls aus einer Membran, ist also und der Funktionsweise unserem Trommelfell sehr verwandt, mit einem Unterschied: Es wird nicht passiv zum Schwingen als Empfänger angeregt, sondern setzt die Luft aktiv durch Eigenbewegung in Schwingungen.

 

 

Diese Schwingungserzeugung erfolgt durch Elektromagneten, die durch das elektrische Tonsignal in Bewegung versetzt werden. Langsame Schwingungen sorgen für tiefere Töne, schnellere Schwingungen für höhere Töne. Die Geschwindigkeit der Schwingung wird durch die Frequenz umschrieben.

 

Frequenz = Tonhöhe

Umgangssprachlich unterscheiden wir zwischen hohen und tiefen Tönen. Physikalisch entsprechen verschiedene Tonlagen unterschiedlichen Schwingungsfrequenzen der Luft: Hohe Frequenzen sorgen für schnelle Schwingungen, was zu höheren Tönen führt, niedrige Frequenzen hingegen sorgen für langsamere Schwingungen und tiefe Töne.

Oben: Tiefer Ton - Unten: Hoher Ton

Die Einheut der Frequenz ist „Hertz“ (Schwingungen / Sekunde). Unser Hörvermögen reicht von sehr tiefen 20Hz bis sehr schrillen 20,000Hz. Die meisten Töne unserer Umwelt, wie auch die Sprache, liegen im Frequenzbereich zwischen 500Hz und 4000Hz.

 

Schalldruck = Lautstärke

Neben der Tonhöhe unterscheiden wir auch die Lautstärke eines Tones: Je mehr „Druck“ auf unser Trommelfell ausgeübt wird, desto stärker seine Schwingung, desto lauter empfinden wir einen Ton.

 

Oben: Leiser Ton - Unten: der selbe Ton lauter

Die Einheit des Schaldrucks ist Dezibel (dB). Unser Hörvermögen reicht von 0dB bis ca. 120dB, darüber wird die „Schmerzgrenze“ überschritten. Eine für uns normale Zimmerlautstärke entspricht ca. 50dB.

 

Geräusche

Im Heimkino haben wir es nicht nur mit Musikalischen und reinen Frequenzen zu tun, sondern vornehmlich auch mit Geräuschen. Geräusche sind physikalisch betrachtet nichts anderes als „Mischungen“ unterschiedlicher Frequenzen gleichzeitig.

 

Verschiedene Chassis / Membrangröße

Es ist auch für den Laien leicht einzusehen, dass die Größe einer Membran Einfluss auf die Schwingungen (Frequenz) und Lautstärke (Amplitude) hat. Je stärker sie schwingt, desto mehr „Druck“ übt sie über die Luft auf unsere Ohren aus. Kleinere Membranen sind agiler und können schnelle (hohe) Frequenzen erzeugen, großer Membranen sind träger und für tiefe Töne, können aber mehr Luft auf einmal bewegen.

 

 

Um unser gesamtes Hörspektrum abzudecken, sollte ein Lautsprecher alle Frequenzen von 20hz bis 20kHz (vgl. oben) in gleicher Intensität abbilden können. Je genauer er das bewerkstelligt, desto neutraler kann er Töne und Musik wiedergeben.

 

Meister der Neutralität sind so genannte Studio-Lautsprecher, wie sie für das Abmischen von Musik im professionellen Bereich eingesetzt wird. Für den Musikgenuss daheim werden sie dennoch selten genutzt aus folgenden Gründen…

 

Raumakustik, persönliche Präferenz und Hörgewohnheit machen ebenfalls die Musik!

Der ideale Raum verhält sich ebenfalls neutral, wieso im professionellen Bereich die Hörräume besonders aufwändig optimiert werden. Eine solche Optimierung übersteigt aber die Möglichkeiten im heimischen Wohzimmer bei Weitem, weshalb die eigenen vier Wände einen erheblichen Einfluss auf die Klangcharakteristik haben.

 

Sie reflektieren den Schall, der wiederum für Auslöschung und / oder Verstärkung gewisser Frequenzen sowie einen gewissen Hall sorgt. Hier gilt es, den Lautsprechertyp zu finden, der sich am besten in die Raumakustik einfügt und etwaige Defizite mit seiner Abstrahl- und Klangcharakteristik ausgleicht.

Auch die persönlichen Hörgewohnheiten spielen eine große Rolle: Mancher achtet auf besonders präzise Höhen, während andere eine besonders kräftiges Volumen in Mitten und Tiefen präferieren. Manche mögens leiser, andere möchten die Musik „spüren“, usw.. auch hier gilt es, den passenden Lautsprecher zu finden.

„Last but not least“ entscheidet auch der Musikgeschmack: Klassische Musik setzt andere Anforderungen an den Lautsprecher, als Rock-Musik oder gar Pop oder Techno. Manche Musikrichtungen sind mehr auf höhe ausgelegt, andere auf Tiefen.

 

Der Lautsprecher für daheim

Um all diesen unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden, stimmen die Hersteller ihre Lautsprecher unterschiedlich in Volumen, Leistung und Bauweise ab.

Musik- und Kinolautsprecher zeichnen sich dabei durch eine Separierung der verschiedenen Frequenzbereiche auf unterschiedliche Chassis aus, in der Regel zwischen zwei und fünf in vertikaler Anordnung. Eine interne „Frequenzweiche“ sorgt dabei für die Aufteilung des Tonsignals auf die unterschiedlichen Chassis-Elemente.

Die Frequenzweiche ist daher ein entscheidender Qualitätsfaktor in der Klangqualität, denn nur wenn der Übergang von einem Chassis auf das nächst Größere ohne Einschränkungen im gesamten Frequenzsprektrum gelingt, kann der Lautsprecher stimmig klingen.

Das Gehäuse selbst sorgt je nach Bauart als Resonanzraum und muss daher ebenfalls sorgfältig abgestimmt sein, um das Klangbild nicht zu verfälschen.

Aus diesen Gründen gibt es unzählige Bauarten von Lautsprechern von unzähligen Herstellern in unzähligen Baugrößen und unzähligen Preisklassen.

 

Der persönliche ideale Lautsprecher?

Um den für die persönlichen Anforderungen besten Lautsprecher zu finden, hilft nur eines: Selbst anhören, denn wie bereits erläutert, ist das persönliche Empfinden ausschlaggebend für die Qualitätsbeurteilung eines Lautsprechers. Wenn man aber selbst nicht „Akustik“ studieren möchte, hilft es, die Hörtests gemeinsam mit einem Experten zu machen, der über langjährige Erfahrung verfügt und schnell das richtige „Rezept“ für Ihr zu Hause findet.

 

In allen HEIMKINORAUM Standorten in ganz Deutschland findet sich ein solcher Audiospezialist, der Ihnen kompetent zur Seite steht. Folgende Marken haben sich bei uns dabei als „Publikumsrenner“ heraus kristallisiert:

Bei dem Hersteller „Monitor Audio“ handelt es sich um eine englische Traditionsmarke, die auf eine besonders hochwertige Verarbeitung mit klarem, nüchternen Design Wert legt, dass sich unauffällig aber elegant in den meisten Wohnräumen eingliedert. Dafür stehen auch zahlreiche Farben zur Auswahl.

Lautsprecher von Monitor Audio

Das optische Erscheinungsbild setzt sich auch klanglich fort, denn die Charakteristik wird durch eine besonders neutrale Abstimmung gekennzeichnet, die für nahezu alle Musikrichtungen bis hin zum Filmton im Heimkino geeignet ist.

Ebenfalls erfreulich: Mit unterschiedlichen Baureihen sind Monitor-Audio Lautsprecher für jeden Geldbeutel und Raum geeignet!

Dali Opticon

Einen anderen Weg gehen die Lautsprecher der Firma „Dali“ die gemäß ihrem Ursprungsland mit einem zwar eigenwilligen, aber dennoch schönen Design aufwarten. Auch sie gibt es in unterschiedlichen Serien für jeden Geldbeutel.

Klanglich sind Dali-Lautsprecher eher weich abgestimmt und überzeugen mit einem warmen, aber dennoch natürlichem Klang, der sich besonders für klassisch akustische Instrumente und Naturaufnahmen eignet.

Wer es möglichst perfekt mag, wird sich für deutsche Ingenieurskunst „made by Quadral“ interessieren. Hierbei handelt es sich um sehr aufwändig gebaute Lautsprecher, die (ganz nach deutscher Tradition) für die Ewigkeit gebaut sind.

Akustisch wird besonderes Augenmerk auf den Hochtöner gelegt, um fein aufgelöste Töne präzise abbilden zu können. Auf der anderen Seite sorgt eine „Druckkammer“ für besonders kräftige Tiefbässe, weshalb Quadral-Lautsprecher auch besonders gut für das Heimkino geeignet sind. Sie leisten sich kaum Schwächen und sind dynamisch stimmig.

 

 

 

 

Wie bei allen Marken achten wir hier auf Bezahlbarkeit: Ein komplettes Surroundset startet bereits bei unter €1000,, mit Standlautsprechern und Subwoofern ist man schon mit unter €2000.- dabei, wobei die edlen lackierten Gehäuse optisch eine höhere Preisklasse suggerieren. Wenn Geld keine Rolle spielt bietet Quadral auch absolutes HighEnd im fünfstelligen Euro-Bereich.

Mit diesen drei Marken hört es aber in den HEIMKINORAUM Standorten nicht auf, auch andere populäre Marken wie Wharfedale, Swans, Cambridge Audio, Yamaha, Sonos für Lautsprecher und Zuspieler sowie SVS Subwoofer haben wir im Programm und in der Vorführung. Auch für Speziallösungen wie Einbaulautsprecher und Flächenstrahler für unsichtbare Unterputzlösungen sind die HEIMKINORAUM Standorte autorosierte Partner entsprechender Marken (TDG, Monitor Audio, Sonance, DLS …).

 

Fazit

Die Wahl des richtigen Lautsprechers muss keine Qual werden, sondern kann im Gegenteil Spaß machen: Um dies zu beweisen, laden wir Sie herzlich in einen HEIMKINORAUM in Ihrer Nähe ein, am besten mit Anmeldung. 

Somit stellen wir sicher, dass unsere Audio-Spezialisten mit genügend Zeit und Muße gemeinsam mit Ihnen genau das System finden, dass am besten mit Ihrem persönlichen Geschmack, Ihrem Anwendungsprofil und ihrem Raum harmoniert, garantiert! 

 

                                                                                                                 

 

Erleben Sie den Unterschied - HEIMKINORAUM – Immer einen Besuch wert 

 



Kommentare

Opticon
Von am 16. Januar 2017

Vielleicht könnt ihr euch an mich erinnern (der 2m Mann ;-) - Ich bin immer noch mehr als happy mit meinen Dali Opticon! Danke für die super Beratung!

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