Monitor Audio Silver 8G im Test: So gut ist die neue Serie



Monitor Audio Silver 50 8G Kompaktlautsprecher

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Kompakt gedacht, groß gehört!

 

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Monitor Audio Silver 100 8G Kompaktlautsprecher

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Monitor Audio Silver 300 8G Standlautsprecher

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Monitor Audio Silver 500 8G Standlautsprecher

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Monitor Audio Silver AMS 8G Dolby Atmos Lautsprecher

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Erleben Sie echten Atmos-Klang!

 

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Monitor Audio Silver Centre 8G Centerlautsprecher

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Klare Stimmen, starkes Kino!

 

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Monitor Audio Silver On-Wall 8G Wandlautsprecher

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Wandlautsprecher neu gedacht!

 

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19.08.2026
Christian Obermayer

Der Test der Monitor Audio Silver 8G zeigt: Die achte Generation der beliebtesten Lautsprecherserie von Monitor Audio ist kein sanftes Facelift, sondern ein hörbarer Sprung nach vorn. Sieben neue Modelle, komplett neu entwickelte Treiber, ein flacherer Wave Guide und ein Bassreflexrohr, das sich an der Federstruktur einer Eule orientiert. Wir haben die Serie bei uns im Studio ausgepackt, an einen AV-Receiver angeschlossen und sowohl mit Musik als auch mit Film gehört. Wer sich mit einer Soundbar nicht mehr zufriedengeben will, findet hier eine passive Lösung, die für kleine Stereo-Zimmer bis zum ausgebauten Dolby-Atmos-Heimkino skaliert.

Serie
Silver, 8. Generation
Modelle
7 neue Lautsprecher
Farben
Weiß, Walnuss, Schwarz
3D-Sound
AMS für Atmos & Auro-3D

Technische Highlights

Fangen wir beim Hochtöner an, denn dort steckt die wichtigste Neuerung. Monitor Audio ist auf Neodym-Magnete umgestiegen. Das bedeutet in der Praxis mehr Antriebskraft und mehr Kontrolle über die Membran, was sich in weniger Verzerrungen niederschlägt. Besonders bei hohen Pegeln. Auch der Mitteltöner wurde neu konzipiert. Und ganz wichtig: Die Treiberbestückung ist über die komplette Serie identisch aufgebaut, was das Zusammenspiel im Heimkino deutlich einfacher macht.

Vor dem Hochtöner sitzt ein neuer, flacherer Wave Guide. Ein Wave Guide ist eine Art trichterförmige Einfassung, die das Schallfeld lenkt. Der neue strahlt breiter ab als der der Vorgängergeneration. Das klingt nach einem Detail, ist im Alltag aber einer der praktischsten Fortschritte der Serie.

Was heißt "breiteres Abstrahlverhalten"? Je breiter ein Lautsprecher abstrahlt, desto größer wird der Bereich, in dem Sie eine korrekte Stereobühne hören. Sie müssen die Boxen weniger stark auf den Hörplatz einwinkeln, und auch Zuhörer außerhalb der Mitte des Sofas bekommen ein sauberes Klangbild. Der klassische "Sweet Spot" für eine Person wird also zur Sweet-Zone für mehrere.

Die Membranen tragen die typische Golfball-Struktur. Die Oberflächenstruktur soll Verwirbelungen minimieren, damit die Membran freier schwingen kann. Ein technischer Hintergrund also, der optisch obendrein gut aussieht. Neu am Bassreflex-Port ist das Material samt Beschaffenheit: Die Struktur ist der Feder einer Eule nachempfunden, dem leisesten Raubvogel überhaupt. Ziel ist ein praktisch geräuschloses Bassreflexrohr, also kein hörbares "Atmen" oder Strömungsgeräusch, wenn der Bass richtig arbeitet.

Verarbeitung, Gitter und Standfüße

Das Auspacken macht bei diesen Lautsprechern tatsächlich Freude. Die Anleitung liegt sauber bei, die Boxen sind mit Schutzmatte verpackt. Die neuen Gitter bestehen aus einem sehr hochwertigen Stoff und halten magnetisch. Passend dazu das schraubenlose, cleane Design: Es gibt keine sichtbaren Schrauben an der Membran, die Treiber werden von hinten arretiert, und es gibt auch keine sichtbaren Aufnahmen für die Abdeckungen. Die magnetischen Abdeckungen liegen bei allen Modellen im Lieferumfang bei, ebenso wie beim AMS-Lautsprecher, sodass ein durchgehendes Bild entsteht.

Die Lackierung ist bei Monitor Audio traditionell ein Argument. Es gibt Seidenmatt Weiß, eine Walnussoptik und Hochglanz Schwarz. Bei den dunklen Varianten sind jetzt auch die Treiber schwarz eingefärbt, ein Detail, das bisher der Gold Serie vorbehalten war. Uns gefällt das ausgesprochen gut, das ist ein echter Hingucker.

Die Standfüße wurden ebenfalls überarbeitet. Gummipuffer sind bereits montiert, die Höhe lässt sich verstellen, sodass Sie Unebenheiten im Boden ausgleichen können. Praktisch: Auch nachträglich, wenn der Lautsprecher schon steht, nehmen Sie die magnetisch haftende kleine Metallabdeckung ab und korrigieren mit dem Inbusschlüssel nach. Wer lieber Spikes nutzt, findet auch die im Lieferumfang.

Technische Daten und Modellübersicht

Modell Bauart Einsatzgebiet
Silver 50 Kompaktlautsprecher, Zweiwegesystem Stereo in kleinen Räumen, kompakter Surround-Lautsprecher
Silver 100 Kompaktlautsprecher, jetzt echtes Dreiwegesystem Musik in kleinen bis mittelgroßen Räumen, oft ohne Subwoofer nutzbar
Silver 300 Standlautsprecher, Dreiwegesystem Kleine bis mittelgroße Räume, gematcht mit dem Center
Silver 500 Standlautsprecher, größer und voluminöser Größere Räume, mehr Druck
Center Vollwertiger Centerlautsprecher Heimkino, perfekt abgestimmt auf die Silver 300
On-Wall Flacher Wandlautsprecher LCR-Einsatz vorne oder Surround über dem Sofa
AMS Kompakter, fast dreieckiger 3D-Lautsprecher Dolby Atmos aufgesetzt auf Silver 300 oder Auro-3D an der Wand
AMS: Höhenkanäle ohne Kabelchaos Der AMS-Lautsprecher lässt sich per Schlüssellochhalterung flach an die Wand schrauben, etwa für ein Auro-3D-Setup. Für Dolby Atmos setzen Sie ihn einfach oben auf die Silver 300 auf, wo er passgenau sitzt. Der Schall wird über die Decke zum Hörplatz reflektiert, die Deckenverkabelung entfällt. Sie können mit zwei AMS starten und später auf vier erweitern, wenn Sie auch hinten Höhenkanäle wollen.

Praxistest: Klangqualität mit Musik und Film

Angeschlossen haben wir die Serie an einen AV-Receiver, mit Lautsprecherkabeln von Audioquest samt Bananensteckern. Ein Tipp am Rande: Bananas ersparen Ihnen das ewige Auf- und Zuschrauben der Terminals, weder am Receiver noch am Lautsprecher. Wer schon einmal ein 7.4-Setup verkabelt hat, weiß, wie viel Zeit das spart.

Beim Musikhören fiel uns zuerst die Leichtigkeit auf, mit der die Serie spielt. Schon die kleineren Standlautsprecher gehen kraftvoll zu Werke. Der eigentliche Fortschritt zeigt sich aber, wenn es laut wird. Die 8G ist deutlich pegelfester als die Vorgängergeneration. Sie können ordentlich aufdrehen, ohne dass das Klangbild verzerrt oder scharf wird. Genau dieses Unangenehme, das viele Lautsprecher bei hohen Lautstärken entwickeln, ist hier praktisch verschwunden. Das ist die direkte Folge der neuen Treiber mit den Neodym-Magneten.

Auch Stimmen und Dialoge bleiben bei hohem Pegel präzise und fein aufgelöst, was den neu konzipierten Mitteltöner erklärt. Bei basslastigen Tracks bestätigt sich, was Monitor Audio mit dem Eulenfeder-Port versprochen hat: kein Strömungsgeräusch, kein "Atmen" aus dem Reflexrohr, auch wenn der Bass richtig präsent ist.

Die neue Silver ist deutlich erwachsener geworden. Sie klingt ausgewogener und löst feiner auf als die siebte Generation und geht damit ein gutes Stück in Richtung Gold Serie, ohne diese ganz zu erreichen.

Die alte Silver war klanglich sehr geländegängig, sie kam mit jeder Musikrichtung gut zurecht. Was ihr fehlte, war das letzte Quäntchen Feinauflösung. Genau dort hat die 8G nachgelegt. Ganz an das Auflösungsvermögen der Gold Serie reicht sie nicht heran, die Richtung ist aber unverkennbar.

Breitere Bühne, entspanntere Aufstellung

Der neue Wave Guide macht sich sofort bemerkbar. Die Bühne ist hörbar breiter, und Sie müssen die Lautsprecher nicht so stark einwinkeln wie bei der Vorgängerserie. Das macht die Aufstellung merklich einfacher und zahlt sich vor allem aus, wenn mehrere Leute auf dem Sofa sitzen. Es gibt nicht mehr nur diese eine perfekte Position, das Klangbild ist breiter gestreut.

Heimkino: Verortung und Dialogverständlichkeit

Beim Film wurde es interessant, weil unsere Situation im Studio bewusst nicht optimal war. Der Center gehört mittig unter das Bild, möglichst nah unter den Fernseher. Unser Möbel ließ das an diesem Tag nicht zu, er stand also außermittig und relativ tief. Trotzdem kamen Stimmen und Dialoge am Hörplatz klar und differenziert an, ohne dass wir den Center anwinkeln mussten. Auch das ist ein Verdienst des breit abstrahlenden Wave Guides.

Der Raumeindruck war das eigentliche Highlight. Trotz Akustikdecke über uns entstand ein einhüllender, kraftvoller Sound mit viel Detailreichtum. Effekte lassen sich sehr präzise verorten, auch wenn sie von oben nach rechts unten wandern. Dazu diese brachialen, druckvollen Geräuschkulissen, an die kein smartes System herankommt. Wir haben in letzter Zeit viele Soundbars und smarte Systeme gehört, die durchaus Spaß machen. Gegen ein passives Setup dieser Klasse spielen sie aber in einer anderen Liga.

Häufige Fragen zum Monitor Audio Silver 8G Test

Welches Silver-8G-Modell passt in welchen Raum?

Für kleine Räume und Stereo-Musik reicht die Silver 50, ein Zweiwege-Kompaktlautsprecher, der schon richtig performant spielt. Wer voluminöser hören will, nimmt die Silver 100, die jetzt ein echtes Dreiwegesystem ist und in kleinen bis mittelgroßen Räumen sogar ohne Subwoofer auskommen kann. Bei den Standlautsprechern deckt die Silver 300 kleine bis mittelgroße Räume ab, die Silver 500 ist für größere Räume oder mehr Druck gedacht.

Wie baue ich mit der Silver 8G ein Dolby-Atmos-Heimkino auf?

Über den AMS-Lautsprecher. Für Dolby Atmos setzen Sie ihn oben auf die Silver 300 auf, wo er passgenau sitzt, und ersparen sich die Deckenverkabelung. Der Schall wird über die Decke zum Hörplatz reflektiert. Zwei AMS sind der Einstieg, mit vier Stück erreichen Sie die maximale Ausbaustufe, indem Sie zwei weitere für die Surround-Positionen nutzen. Für ein Auro-3D-Setup montieren Sie den AMS über die Schlüssellochhalterung flach an die Wand.

Lohnt sich der Wechsel von der Silver 7G?

Aus unserer Sicht ja, der Unterschied ist deutlich. Die 8G löst feiner auf, klingt ausgewogener und ist bei hohen Lautstärken klar souveräner, weil sie nicht mehr scharf oder verzerrt wird. Dazu kommt das breitere Abstrahlverhalten, das die Aufstellung entspannter macht. Die neue Serie ist etwas teurer geworden, was wir angesichts des Fortschritts für mehr als gerechtfertigt halten.

Gibt es noch einen FX-Surroundlautsprecher?

Nein, und das ist der Punkt, der uns wirklich fehlt. Einen FX-Lautsprecher, also einen Dipol für die Surround-Kanäle, gibt es in der achten Generation nicht mehr. Ersetzt wird er durch den neuen On-Wall Speaker. Der lässt sich als LCR-Lautsprecher vorne einsetzen oder flach über dem Sofa an die Wand montieren, was gerade dann praktisch ist, wenn Sie nah an der Rückwand sitzen.

Lautsprecher dieser Klasse sollten Sie hören, bevor Sie sich entscheiden. Bei uns im HEIMKINORAUM können Sie die Silver 8G in Ruhe an verschiedenen AV-Receivern und Verstärkern anhören und mit anderen Lautsprechern vergleichen.

Stärken und Schwächen

Stärken

  • Deutlich pegelfester als die Vorgängergeneration, bleibt laut verzerrungsfrei und nie scharf
  • Bessere Feinauflösung und ausgewogeneres Klangbild als die Silver 7G
  • Neuer flacherer Wave Guide: breitere Bühne, weniger Einwinkeln nötig, Sweet Spot für mehrere Personen
  • Komplett neu entwickelte Treiber, Hochtöner mit Neodym-Magneten
  • Geräuschloses Bassreflexrohr mit Struktur nach dem Vorbild der Eulenfeder
  • Top-Verarbeitung, schraubenloses Design, sehr gute Lackierung, magnetische Stoffgitter im Lieferumfang
  • Sieben Modelle für jeden Raum, dazu AMS für Dolby Atmos und Auro-3D
  • Vollwertiger Center, perfekt abgestimmt auf die Silver 300, sehr gute Dialogverständlichkeit

Schwächen

  • Kein FX-Lautsprecher mehr, der Dipol fällt aus dem Programm und wird durch den On-Wall ersetzt
  • Preislich etwas höher angesiedelt als die vorherige Silver Serie
  • Beim Auflösungsvermögen nicht ganz auf dem Niveau der Gold Serie
  • Passives System: Verkabelung und ein AV-Receiver oder Verstärker sind Pflicht, das ist mehr Aufwand als bei einer Soundbar

Fazit und Kaufempfehlung zum Monitor Audio Silver 8G Test

Die Silver bleibt optisch eine Ansage. Top-Verarbeitung, ein moderner Auftritt und mit den dunklen Treibern in den schwarzen Varianten ein Detail, das man vorher nur von der Gold Serie kannte. Dazu eine große Modellpalette, in der wirklich für jeden Anspruch und Geschmack etwas dabei ist, vom kompakten Regallautsprecher bis zum großen Standlautsprecher für den Partykeller.

Klanglich ist die achte Generation eine Wucht. Der Sprung gegenüber der siebten Generation ist drastisch: mehr Feinauflösung, ausgewogeneres Klangbild und vor allem diese Souveränität bei hohen Lautstärken. Die Serie kann Attacke machen, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Im Heimkino liefert sie einen einhüllenden Raumklang mit sehr präziser Verortung von Effekten und klaren Dialogen, selbst wenn der Center nicht ideal steht.

Unsere Empfehlung: Wenn Sie mehr wollen als eine Soundbar oder ein einfaches smartes Soundsystem, ist die Silver 8G genau die richtige Adresse. Für kleine Räume und reines Musikhören greifen Sie zur Silver 50 oder Silver 100, für ein vollwertiges Heimkino zur Kombination aus Silver 300 und Center, bei größeren Räumen zur Silver 500. Wer 3D-Sound will, ergänzt zwei oder vier AMS. Und wenn Sie mit dem Sofa an der Wand sitzen, ist der On-Wall die pragmatische Lösung für die Surround-Kanäle.


 

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