Hisense PX4 Pro: Dieses Laser-TV-Upgrade ist gewaltig ?
3.500 ANSI-Lumen, ein nativer Kontrast von 6.500:1 und ein Soundsystem von Devialet machen den PX4 Pro zum perfekten Fernseherersatz für "das große Bild" im Wohnzimmer, ohne dass Sie eine Deckenmontage oder lange Kabelwege brauchen. Gerät aufs Sideboard, Leinwand an die Wand, fertig. Wir haben ihn bei uns im Studio auf 100 Zoll aufgebaut und gegen den PX3 Pro antreten lassen.
Technische Highlights im Hisense PX4 Pro Test
Optisch ist der PX4 Pro etwas kompakter geworden und lehnt sich beim Design an das Flaggschiff L9Q an. Silber und Anthrazit, sehr geradlinig, und unter der Wölbung auf der Oberseite sitzt das Lautsprechersystem. Er steht außerdem näher an der Wand als sein kleiner Bruder, was schmalere Sideboards ermöglicht oder bei gleicher Aufstelldistanz ein größeres Bild.
Der wichtigste Sprung passiert beim Kontrast. 6.500:1 nativ sind für einen DLP-Projektor ein ungewöhnlich hoher Wert. Zur Einordnung: Ein typischer DLP-Beamer liegt bei etwa 1.500:1, der PX3 Pro brachte 3.000:1 mit. Der PX4 Pro verdoppelt das also mehr als. Möglich macht das eine neue Irisblende im Lichtweg, die sich im Menü in verschiedenen Modi einstellen lässt.
Auf der Rückseite finden Sie vier HDMI-Eingänge, einen mehr als beim PX3 Pro. Zwei davon arbeiten nach HDMI 2.0, zwei nach HDMI 2.1. Beim Farbraum legt Hisense ebenfalls nach: 118 % BT.2020-Abdeckung, rund 8 % mehr als beim Vorgänger. HDR10, HDR10+ und Dolby Vision werden unterstützt, 4K-Signale verarbeitet der Laser TV selbstverständlich.
Nett gelöst ist die Fernbedienung. Sie lädt sich über ein kleines Solarpanel auf, lässt sich bei Bedarf per USB-C nachladen, funkt über Bluetooth (Sie müssen also nicht zielen) und hat ein Mikrofon für Sprachbefehle oder die YouTube-Suche an Bord.
Technische Daten
| Helligkeit | 3.500 ANSI-Lumen (500 mehr als PX3 Pro) |
|---|---|
| Nativer Kontrast | 6.500:1, unterstützt durch Irisblende |
| Auflösung | 4K-Auflösung wird unterstützt |
| HDR-Formate | HDR10, HDR10+, Dolby Vision |
| Farbraum | 118 % BT.2020-Abdeckung |
| Anschlüsse | 4× HDMI (2× HDMI 2.0, 2× HDMI 2.1) |
| Gaming | Input-Lag bis zu 1 ms, 4K/60 Hz, 2K/120 Hz, 240 Hz, ALLM |
| Sound | Devialet-Soundsystem, integriert |
| Betriebssystem | Vidaa (neueste Generation), AirPlay 2 |
| Fernbedienung | Bluetooth, Solarladung, USB-C, Mikrofon |
| Einrichtung | Automatische Trapezkorrektur mit Sensoren und Kameras |
Praxistest: Bild- und Tonqualität
Bei uns im Studio stand der PX4 Pro auf 100 Zoll, mit Studiobeleuchtung und Fenster daneben. Die 3.500 ANSI-Lumen reichen aus, um tagsüber gut erkennbare Bilder zu liefern. Der Unterschied zum PX3 Pro ist sofort sichtbar, der PX4 Pro ist deutlich heller. An den großen Bruder L9Q kommt er allerdings nicht heran, der legt bei der Helligkeit noch mal spürbar nach. Bei viel Restlicht funktioniert der PX4 Pro vor allem mit hellen Bildinhalten.
Richtig stark wird er im abgedunkelten Raum. Dann spielt der hohe native Kontrast seine Karten aus: Der Glanz auf einer Autolackierung, die Plastizität im Bild, die Dynamik zwischen tiefem Schwarz und hellen Spitzlichtern. Das hat Züge eines High-End-Heimkinoprojektors. Uns ist kein anderer Laser TV in dieser Preisklasse bekannt, der auch nur in die Nähe dieser Kontrastwerte kommt.
Das eigentliche Highlight ist die Signalverarbeitung: Full-HD-Material von Netflix rechnet der PX4 Pro auf ein Niveau hoch, das sonst nur absolute Spitzenprojektoren erreichen.
Bei einer Serie wie "Superstore", die auf Netflix nur in Full HD vorliegt, zeigt sich das deutlich. Mehr Textur in feinen Details, mehr Schärfe, sauberere Farben. Auch bei homogenen Flächen und Hauttönen, etwa dem Rotton auf Wangen, arbeitet der PX4 Pro feiner als der PX3, der genau hier noch kleine Schwächen hatte.
Sound: Devialet im Gehäuse
Das integrierte Devialet-Soundsystem ist der zweite große Aha-Moment. Der französische Hersteller ist dafür bekannt, viel Klang aus wenig Bauraum zu holen, und das gelingt hier. Kraftvoller Bass, gute Auflösung, spürbare Räumlichkeit. Dialoge bleiben zwischen Umgebungsgeräuschen sauber verständlich. Eine Soundbar im unteren bis mittleren Preisbereich hat es dagegen schwer. In dieser Klasse würden wir beim eingebauten System bleiben. Wer echtes Kino mit Einhüllung und mehr Bassdruck möchte, greift zu einem System wie dem Sony Bravia Theater Quad oder gleich zu einem klassischen Heimkino mit richtigen Lautsprechern.
Gaming und Bedienung
Zum Gaming bringt der neue Chip einen Input-Lag von bis zu einer Millisekunde mit. Unterstützt werden 4K bei 60 Hz, 2K bei 120 Hz und sogar 240 Hz, dazu ALLM für die automatische Umschaltung in den Spielmodus. Auf der großen Leinwand wirkt das flüssig und detailreich, fast wie ein Film. Als Betriebssystem läuft Vidaa in der neuesten Generation: aufgeräumt, schnell, Apps wie Netflix starten in ein bis zwei Sekunden. In der Praxis funktioniert das zuverlässiger als manche Google-Oberfläche. AirPlay 2 ist ebenfalls integriert, Fotos und Videos vom iPhone landen in Sekunden auf der Leinwand.
Häufige Fragen zum Hisense PX4 Pro
Für welchen Raum eignet sich der Hisense PX4 Pro?
Für helle Wohnzimmer ebenso wie für abgedunkelte Heimkinos. Mit 3.500 ANSI-Lumen liefert er auch tagsüber bei Restlicht ein gut erkennbares 100-Zoll-Bild, zumindest bei hellen Inhalten. Sein volles Potenzial mit tiefem Schwarzwert und maximalem Kontrast zeigt er am Abend im abgedunkelten Raum.
Wie laut ist der Hisense PX4 Pro?
Lüfter sind vorhanden und aus der Nähe deutlich hörbar. Vom Sofa aus, ein paar Meter entfernt, nehmen Sie bei absoluter Stille noch ein dumpfes Rauschen wahr. Sobald der Ton läuft, ist das Thema erledigt. Er gehört zu den leiseren Laser TVs.
Wie aufwendig ist die Installation?
Der PX4 Pro besitzt eine automatische Trapezkorrektur mit Sensoren und Kameras. Ein Knopfdruck genügt für ein nahezu passendes Bild, anschließend justieren Sie manuell nach. Nutzen Sie die Korrektur trotzdem so wenig wie möglich, denn abgeschnittene Bildbereiche kosten Schärfe und Helligkeit und können am Abend als leicht graue Flächen neben der Leinwand sichtbar werden. Besser: die Leinwand von Anfang an auf der richtigen Höhe montieren.
Braucht man zusätzlich eine Soundbar?
In dieser Klasse nicht. Das Devialet-System spielt kräftiger und räumlicher als viele Soundbars im unteren bis mittleren Preissegment. Erst wenn Sie echtes Surround-Feeling und mehr Tiefbass wollen, lohnt der Schritt zu einem eigenen System.
Stärken und Schwächen
Stärken
- Nativer Kontrast von 6.500:1, mehr als das Doppelte des PX3 Pro
- 3.500 ANSI-Lumen, klar heller als der Vorgänger
- Upscaling und Signalverarbeitung auf Spitzenniveau
- 118 % BT.2020-Farbraum, brillante und authentische Farben
- Devialet-Soundsystem mit kräftigem Bass und klaren Dialogen
- Vidaa in schneller neuer Generation, dazu AirPlay 2
- Gaming mit bis zu 1 ms Input-Lag, 120 Hz und 240 Hz, ALLM
- Vier HDMI-Eingänge, davon zwei nach HDMI 2.1
- Solar-Fernbedienung per Bluetooth, mit Mikrofon und USB-C
- Selbstklebende Positionierhilfen für die Füße im Lieferumfang
Schwächen
- Ab Werk werden nur rund 65 % des Bildpotenzials abgerufen, Kalibrierung lohnt sich
- Bei der reinen Helligkeit bleibt der L9Q klar vorn
- Lüfter aus kurzer Distanz deutlich hörbar
- Starke Nutzung der Trapezkorrektur kostet Schärfe und Helligkeit
- Bei viel Umgebungslicht funktionieren vor allem helle Bildinhalte gut
Fazit zum Hisense PX4 Pro Test: Für wen lohnt sich der Laser TV?
Unser Fazit im Hisense PX4 Pro Test fällt eindeutig aus: In seiner Preisklasse ist das mit Abstand der beste Laser TV, den wir bislang gesehen haben. Der Kontrastsprung gegenüber dem PX3 Pro ist kein Feintuning, sondern ein echter Klassenwechsel, und die Irisblende macht ihn auch für Cineasten interessant, die auf Schwarzwert und Bildtiefe Wert legen. Dazu kommt eine Signalverarbeitung, die aus Full-HD-Material erstaunlich viel herausholt.
Passend ist er für alle, die ein großes Bild im Wohnzimmer wollen, ohne Deckenmontage und Kabelverlegung. Tagsüber ersetzt er den Fernseher, am Abend im abgedunkelten Raum liefert er Heimkino mit Punch. Gamer bekommen dank kurzem Input-Lag und hoher Bildwiederholrate einen ernsthaften Spielpartner auf großer Fläche. Wer maximale Helligkeit für sehr helle Räume braucht, sollte sich den L9Q ansehen. Allen anderen empfehlen wir den PX4 Pro ohne Umschweife, am besten zusammen mit den optimierten Bildeinstellungen aus unserer HEIMKINORAUM-Edition und einer passenden Kontrastleinwand. Weitere Modelle finden Sie in unserer Übersicht der Laser TVs.
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