Sonos Beam Ultra Test: Wann reicht sie statt der Arc Ultra?
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Sonos Beam Ultra im Test: kompakt mit echten Höhenkanälen
Die Beam Ultra ist die neue kompakte Dolby-Atmos-Soundbar von Sonos. Sie kostet 200 Euro mehr als die Beam (Gen 2) und liegt preislich zwischen ihr und der Arc Ultra. Wir haben sie in unserem Heimkino solo und mit zwei Sonos Play als Portable Surround getestet: Wie klingt sie bei Film und Musik, und wann lohnt sich die Arc Ultra?
7.1.2
Kanäle mit zwei Höhenkanälen
9
Treiber, jeder mit eigenem Verstärker
75 cm
breit und 6,5 cm hoch
5 s
dauerte es im Test, bis die Surround-Lautsprecher verbunden waren
01Ausstattung
Ausstattung: Das bietet die Sonos Beam Ultra
Dolby Atmos
Zwei nach oben abstrahlende Hochtöner für die Höhenkanäle
Neun Treiber
Fünf Hochtöner und vier flache Tieftöner, neun Class-D-Verstärker
KI-Sprachverbesserung
Hebt Stimmen beim TV-Ton in vier Stufen hervor
Trueplay
Misst die Soundbar per App auf Ihren Raum ein
HDMI eARC
Ein Kabel zum Fernseher, Bedienung mit der TV-Fernbedienung
USB-C
Mit separaten Adaptern analoger Eingang oder Ethernet
WLAN und Bluetooth
Wi-Fi 6, Bluetooth 5.3 und AirPlay 2
Portable Surround
Zwei Sonos Play oder zwei Move 2 werden bei Bedarf zu Rücklautsprechern
Erweiterbar
Mit Sub oder Sub Mini und festen Surround-Lautsprechern
Touch-Bedienung
Lautstärke per Touch-Slider auf der Oberseite
02Datenblatt
Technische Daten der Sonos Beam Ultra
03Praxistest
Praxistest: Film, Musik und Portable Surround
Getestet haben wir in unserem Heimkino mit 120-Zoll-Leinwand und Laser-TV, die Soundbar per HDMI eARC angeschlossen. Zuerst lief sie allein, danach mit zwei Sonos Play als Surround-Lautsprecher.
Der Raum entscheidet
Surround- und Höheneffekte erzeugt die Beam Ultra über Reflexionen an Wänden und Decke. Dafür braucht sie schallharte Flächen. In unserem Studio fehlt links eine Wand, rechts hängt ein Vorhang, und die Decke ist gelocht und dämpft den Schall. Das sind schwierige Bedingungen. Ist die Decke höher als etwa 3 m oder stark gedämpft, wird es auch für die Höheneffekte schwierig.
Am besten funktionieren Reflexionen in einem geschlossenen Raum mit Wänden links und rechts. Die Angabe 7.1.2 sollten Sie deshalb immer mit Ihrem Raum abgleichen.
Einrichtung und App
Die Einrichtung ist schnell erledigt: App laden, Geräte an den Strom, die App erkennt alles automatisch. Meist folgt noch ein Update, dann kann es losgehen. Die neue Sonos-App wirkt deutlich aufgeräumter und einfacher als früher. Gerade Einsteiger kommen mit wenigen Klicks ans Ziel.
Am Gerät gibt es nur das Nötigste: HDMI eARC und USB-C. Weitere Anschlüsse wie einen analogen Eingang oder Ethernet bekommen Sie nur über separate Adapter. Die Lautstärke regeln Sie per Touch-Slider oder mit der TV-Fernbedienung.
Filmton solo
Für ihre Größe klingt die Beam Ultra brillant. Vorn öffnet sich eine große, breite Bühne, der Klang wirkt sehr räumlich. Die Sprachverständlichkeit hat uns besonders gefallen, mit der KI-Sprachverbesserung klingen Stimmen sehr klar. Bass hat die kleine Soundbar ebenfalls.
Bei maximaler Lautstärke nimmt sie den Bass zurück und übersteuert nicht, der Klang wird aber etwas aggressiv und anstrengend. Surround-Effekte von der Seite und Höheneffekte von der Decke waren in unserem Raum kaum zu hören. Für ihre Größe geben wir ihr klanglich trotzdem 8 von 10 Punkten.
Musik
Bei Musik hatte die Beam Ultra im Test weniger Bass als erwartet und eine deutlich kleinere Bühne als beim Film. Sie bleibt klar und detailreich, klingt aber so, wie man es von einer kompakten Soundbar erwartet. Über den Equalizer in der App stellen Sie Bass, Höhen und den Pegel der Höhenkanäle nach.
Portable Surround mit zwei Sonos Play
Mit der neuen Software Sonos 27 werden zwei baugleiche Sonos Play oder Move 2 bei Bedarf zu Rücklautsprechern. Einmal richten Sie sie in der App als Surround-Lautsprecher ein. Danach können Sie sie in andere Räume mitnehmen und zum Filmabend zurückholen. Stellen Sie sie hinter sich links und rechts auf, verbinden sie sich automatisch. Sonos nennt etwa acht Sekunden, im Test waren es rund fünf. Ein Signalton bestätigt das, die App zeigt wieder das Heimkino an.
Nahmen wir einen Lautsprecher in die Hand, schaltete er ab, und die Soundbar übernahm den Surround-Klang wieder allein. Das funktionierte bei uns nahtlos. Voraussetzung: Das Mikrofon der Soundbar muss eingeschaltet bleiben, denn es ordnet die Lautsprecher links und rechts zu. Era 100 und Era 300 lassen sich als feste Surround-Lautsprecher einbinden, Portable Surround unterstützen sie aber nicht.
Klang mit zwei Sonos Play
Mit den beiden Sonos Play macht das Set richtig Spaß. Der Klang wirkt homogen und wie aus einem Guss, die Bühne wird größer, und Sie merken kaum noch, wie klein die Soundbar vorn eigentlich ist. Im Test haben wir in der App den Surround-Pegel auf -3, die Höhenkanäle auf +2 und den Bass auf +1 gestellt. Die Sprachverbesserung haben wir von Hoch auf Mittel gestellt, auf Hoch wirkten Stimmen zu dominant.
Ein Subwoofer fehlte uns trotzdem. Auch wenn der Bass für die Größe gut ist, empfehlen wir einen Sub. Er muss nicht groß sein.
Gut zu wissen
Die Beam Ultra hat nur einen HDMI-Anschluss und schleift kein Bild durch. Ihre Zuspieler schließen Sie deshalb an den Fernseher an, der Ton kommt per eARC zur Soundbar. DTS Digital Surround spielt sie ab, DTS:X unterstützt sie nicht.
04Vergleich
Beam Ultra oder Arc Ultra?
Mit einer UVP von 699 Euro kostet die Beam Ultra 200 Euro mehr als die Beam (Gen 2) und 400 Euro weniger als die Sonos Arc Ultra. Die wichtigsten Unterschiede:
| Merkmal | Beam Ultra | Arc Ultra |
|---|---|---|
| Kanäle | 7.1.2 | 9.1.4 |
| Treiber | 9 | 14 |
| Maße (B x H x T) | 75,0 x 6,5 x 10,5 cm | 117,8 x 7,5 x 11,1 cm |
| Gewicht | 2,88 kg | 5,9 kg |
| UVP | 699 Euro | 1.099 Euro |
Aus unserem Test der Arc Ultra wissen wir: Mit ihrem größeren Gehäuse und größeren Treibern baut sie vorn eine noch größere Bühne auf. Das ist im Heimkino ein Mehrwert, vor allem wenn Sie über die Soundbar allein viel Musik hören. Insgesamt liegen beide aus unserer Sicht nicht weit auseinander. Wer das Maximum aus einem Sonos-System holen will, greift zur Arc Ultra, wie in unserem Sonos Heimkino-Set mit Arc. Wer mit begrenztem Budget eine gute Sonos-Lösung fürs Heimkino sucht, ist mit der Beam Ultra gut beraten.
05Bewertung
Stärken und Schwächen der Sonos Beam Ultra
Stärken
Sehr klare Sprache, KI-Sprachverbesserung in vier Stufen
Große, breite Bühne für die kompakte Größe
Nach oben abstrahlende Hochtöner im schlanken Gehäuse
Portable Surround verbindet schnell und nahtlos
Neue Sonos-App einfach und übersichtlich
Erweiterbar mit Sub und Surround-Lautsprechern
Schwächen
Surround- und Höheneffekte stark vom Raum abhängig
Bei Musik solo kleinere Bühne und weniger Bass
Bei sehr hoher Lautstärke etwas anstrengend
Nur ein HDMI-Anschluss, kein DTS:X
Für Portable Surround muss das Soundbar-Mikrofon an bleiben
Mit zwei Sonos Play und Sub ein teures Set
06FAQ
Häufige Fragen zum Sonos Beam Ultra Test
Hat die Sonos Beam Ultra echte Höhenkanäle?
Ja. Zwei nach oben abstrahlende Hochtöner werfen den Schall an die Decke. Wie gut das wirkt, hängt stark vom Raum ab: Eine schallharte, nicht zu hohe Decke hilft, eine gedämpfte oder sehr hohe Decke schwächt den Effekt.
Was ist Portable Surround?
Mit Sonos 27 werden zwei tragbare Sonos-Lautsprecher bei Bedarf zu Rücklautsprechern der Soundbar. Sie nutzen sie tagsüber in anderen Räumen und stellen sie zum Film einfach hinter das Sofa. Unterstützt werden zwei baugleiche Sonos Play oder zwei Move 2. Die Wiedergabe muss dabei über die Soundbar laufen. Portable Surround funktioniert auch mit Beam (Gen 2), Arc und Arc Ultra.
Brauche ich zur Beam Ultra einen Subwoofer?
Für ihre Größe hat die Beam Ultra ordentlich Bass. Für ein Heimkino empfehlen wir trotzdem einen Sub, zum Beispiel den kompakten Sub Mini.
Unterstützt die Beam Ultra DTS?
DTS Digital Surround ja, DTS:X nein. Dolby Atmos, Dolby TrueHD und Dolby Digital Plus empfängt sie per HDMI eARC.
Beam Ultra oder Beam (Gen 2)?
Die Beam (Gen 2) hat fünf Treiber und erzeugt Höheneffekte nur virtuell. Die Beam Ultra hat neun Treiber und zwei nach oben abstrahlende Hochtöner, kostet aber deutlich mehr. Die Beam (Gen 2) bleibt im Programm.
07Fazit
Fazit zum Sonos Beam Ultra Test
Die Beam Ultra hat uns überzeugt. Sie klingt für ihre Größe brillant, die Sprache ist sehr gut verständlich, und die neue App macht die Einrichtung auch für Technik-Einsteiger leicht. Allein stößt sie bei Musik an ihre Grenzen. Mit zwei Sonos Play als Portable Surround wird daraus ein Heimkino, das richtig Spaß macht.
Günstig ist das nicht: Soundbar und zwei Sonos Play kosten zusammen knapp 1.400 Euro UVP, ein empfohlener Subwoofer kommt noch dazu. Wer ein schlichtes, elegantes System sucht, ist mit der Beam Ultra gut bedient. Wer das Maximum will, nimmt die Arc Ultra, die aber nicht weit entfernt ist. Wer ein eigenes Heimkino plant, findet auch Alternativen außerhalb von Sonos.
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