Logitech Harmony 785 Testbericht
03.04.2007

Logitech Harmony 785 Testbericht

...oder:
David gegen Goliath oder Goliath gegen David?



Die preisgünstigere Alternative zu unserem Referenzmodell NevoSL war eine Angelegenheit, die uns, ähnlich einer Suche nach dem heiligen Gral, quer durch die Weiten des Internets, an verschiedenen Krawattenträgern und Anzugsfanatikern vorbei, auf ein Universalfernbedienungspäckchen stoßen ließ. Auf unseren früheren Suchen und Testreihen wurden wir zwar von der Firma Logitech enttäuscht, was auf das fragwürdige Programmierungskonzept zurückzuführen ist, wurden jedoch mit der Harmony 785 wieder neugierig. Sogleich also eingekauft und auf Batterien und Chips durchgetestet.

Harmony785ObenDas erste Positive, was uns auffiel war die, wie sich die Fernbedienung in zwei, an der unteren Seite spürbaren „Stufen“ der Handfläche anschmiegt. Bequem sind alle Knöpfe erreichbar und, was für uns auch sehr interessant ist, auch unbeleuchtet im Dunkeln leicht von einander zu unterscheiden! Gut verarbeitete Druckpunkte, bis auf die Display-tasten, die etwas härter zu bedienen, „individuelle“ Knöpfe, die leicht ertastbar sind, und ein schönes Gesamtbild werden von dem zwar etwas kleinen aber dennoch gut leserlichen Display ergänzt.
Hinzu kommt ein durchdachtes Konzept, das von der HELP-Taste unterstützt und nahezu perfektioniert wird.

Stellen wir uns mal folgende Ausgangsposition vor:
In einem Heimkino wird über die Activity-Taste bequem der A/V-Receiver, der DVD-Player und der Fernseher (natürlich mit umschalten auf den HDMI-Eingang) angeschaltet und man möchte sogleich zurück lehnen und genießen, was Mann oder Frau gerade an neuer DVD eingekauft hat. Harmony785SeiteKlappt problemlos! Vorausgesetzt, die Geräte stehen alle beieinander und sind alle ausgeschaltet. Ist das eine oder andere nicht der Fall, bemerkt man es ja normalerweise recht bald und hat hier die Möglichkeit auf die HELP-Taste zu drücken, um Hilfe zu bekommen. „Ist der Fernseher eingeschaltet?“ wird man gefragt und wenn man sich durch diese einfachen Ja-Nein-Antworten zu einer Lösung durch klickt (2-3Sekunden Aufwand), hat man in 90% aller Fälle eine Lösung.
Die Programmierung selbst ist jedoch etwas aufwendiger, als erst gedacht. Da wird hier noch nachgebessert, dort noch ein neuer Befehl eingelernt und eine neue Activity programmiert und immer muss man dafür mit dem Internet verbunden sein, da sich die Harmony ihre Daten vom Logitech-Server besorgt...der leider nicht immer so astrein verfügbar ist, wie gewünscht. Mit ein wenig Übung und viel Zeit kann man dann eine ganze Menge Geräte einlernen/-programmieren und hat dann am Ende eine einwandfrei funktionierende Fernbedienung, die alles steuert.

Harmony785ActivitiesTipp von uns: nicht mehr als sechs Geräte, nicht mehr als sechs Activities. Leicht nervend erscheint nämlich hier das Problem, dass nur sechs Funktionen auf dem Display angezeigt werden und für weitere Geräte/Activities weiter geblättert werden muss.
Akzeptiert man jedoch die paar Abstriche im Luxus und blickt auf den guten Preis für diese Lösung im Kampf gegen den „Remote-Control-Auflauf“ hat man mit der Logitech Harmony 785 eine Fernbedienung gefunden, die den Universalkonkurrenten letztendlich definitiv in Sachen Bedien-Komfort das Wasser reichen kann. Nicht nur die gute Handlage überzeugt schließlich, sondern auch der starke IR-Sender, das übersichtliche Display und vor allem: sollte die Fernbedienung irgendwann mal kaputt gehen (wollen wirs nicht hoffen) einfach einklinken ins Internet und innerhalb von Sekunden hat man wieder seine alte Oberfläche auf der neuen Harmony drauf.

Bei uns ist sie für 179,-€ zu bekommen und ist jeden Cent wert

Zusätze kann man in Form eines Infrarot-Auges (149,-) und der Programmierung (Preis nach Aufwand) ebenfalls beziehen und ist sobald ein Nicht-Verwender von fünf, sondern nur noch von einer übersichtlichen Fernbedienung.

Fazit
Vorteil:
+ Help Taste für die Problemlösung in 90 % aller Fälle
+ Echte Tasten (statt Touchscreen) heißt - blind bedienen ist möglich
+ günstiger Preis
+ Programmierung geht nicht verloren (da im Internet) außer Logitech bricht zusammen :-)
+ Akku mit Ladestation(hält lange)

Negativ:
- keine echten Makros möglich
- Programmierung doch sehr zeitaufwendig (pro Gerät eine Stunde)
- nur via Internet programmierbar
- nur bis 6 Geräte übersichtlich
- komplexe Heimkinos (z.B. mit Plasma und Beamer) nur schwer umsetzbar








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Hilfreich
Abigail Dirchs am 04. April 2007

Interessant...

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Super
Berta Kauffmann am 03. April 2007

Dann muss ich euch mal besuchen!

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