Ausstellung:
HEIMKINORAUM e.K.
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Testbericht:
Plasma Generation 8
erstellt am 24.07.2007 um 18:24 Uhr

... seit heute stehen die neuen Plasma Panels der Firmen Hitachi und Pioneer im Heimkinoraum. Nachdem es weltweit eigentlich nur noch 3 Hersteller von Plasma Panels gibt, haben wir und für die beiden Systeme von Hitachi und Pioneer entschieden. Hier wie immer unsere ersten Eindrücke. Zunächst die Systeme von Pioneer.


Pioneer KURO-Modelle

Nachdem NEC und Pioneer ihre Werke zusammengelegt haben ist mit dem neuen KURO Panel ein wirklich einzigartiges Display entstanden. Der erzielbare Schwarzwert ist genauso einzigartig, wie die Möglichkeit mit Colour Facts eine farboptimierte Wiedergabe zu erzeugen. Gleich CF ausgepackt und an den Reglern gedreht, von denen es beim Pioneer sehr viele gibt. Die "Optimal" Einstellungen liefern schon ab Werk eine sehr gute Bildwiedergabe. Jedoch gibt es fast nix was man nicht noch verbessern kann. Vor allem die "berühmt berüchtigten" Bildverbesserer haben es uns angetan. Die meisten sind für die Zuspielung mit schlechten Bildquellen aktiviert. Das ist jedoch Unsinn, denn wer sich einen solchen Plasma kauft, spielt in möglichst hochwertiger digitale Qualität zu.

Nach vielem Probieren und Einstellen konnten wir das Ergebniss bei der Zuspielung von HDTV, Blu-ray und HD-DVD nochmals deutlich verbesseren. Vor allem, wenn man via HDMI DVD zuspielt und den DVD - Player die Skalierung und das Deinterlacing machen lässt, kann man noch eine Menge an Kontrast und Farbechtheit optimieren. Schwarz in allen Schattierungen ohne Solarisationseffekte - das haben wir noch bei keinem Plasma vorher so gesehen. Hut ab - der Pioneer KURO macht seine Sache sehr gut. Und schön sieht er auch noch aus. Auch wenn uns die spiegelnden schwarzen Ränder nicht gefallen - wenn das Gerät aus ist, sieht das halt edel aus.



Nun - ganz billig ist das Vergnügen nicht - aber der Aufpreis für den Pioneer ist jeden Euro wert. Auch weil das Teil 1080p@24 ohne Zippeln und Zappeln korrekt verarbeitet - aaaahhh endlich ruckelfrei Blu-ray. Man sollte überigens immer zu den D-Modellen greifen, da diese eine Vielzahl zusätzlicher und sinnvoller Funktionen bieten (z.B. PIP).

Unser Fazit:
+ genialer Schwarzwert
+ Profibildeinstellungen
+ hohe Farbechtheit
+ 1080p@24
+ wertige Verarbeitung
- spiegelnde Ränder

Hitachi T-Modelle

Dann gibt es da noch die Firma Hitachi. Schon seit 3-4 Jahren liefert Hitachi Plasma Geräte, die schon immer sehr gute Bildqualität geliefert haben. Vor allem die letzte 9700 Serie war ein Renner - und schon lange ausverkauft. Jetzt kommt Hitachi mit 3 Modellen - H-Serie - T-Serie und X-Serie auf den Markt. Die H-Serie sparen wir uns, da diese Panels von der Technik leider nicht mithalten können. Das sind reine Budget Modelle. Das heißt nicht, dass die H-Serie schlechte Geräte sind, jedoch achten wir bei der Auswahl immer auf Bildqualität und wichtige Funktionen für Heimkino. Und da ist die T-Serie der würdige Nachfolger der 9700er Geräte.

Was bei diesen Geräten anders und neu ist hat uns am meisten interessiert. Das ALIS1080er Panel ist geblieben, nur in einer neuen Generation. Wie das Panel funktioniert ist nicht ganz einfach zu erklären. Man kann sich das fast wie eine Zeilenschaltung vorstellen, bei der jeweils Zeile 1 und 3 und dann 2 und 4 leuchten (nicht ganz). Der wesentliche Effekt ist hierbei, dass die Abstände zwischen den Bildzeilen gering sind. Man nennt das auch Füllrate, was unsere Projektoren Kunden sehr wohl kennen. Nun ja - was kommt beim TV-Plasma Gucker an ist dann die Frage. Besseres Schwarz und weniger Bildstörung. Das dies auch anders geht, zeigt der Konkurrent von Pioneer die hier mit speziellen Filter und Masken vor dem Panel arbeiten. Doch der Hitachi macht auch hier seine Sache sehr gut.

Der neuer Bildprozessor der H-Reihe reduziert zudem deutlich die Solarisationseffekte - ein Grund warum die H-Reihe für uns nicht in Frage kommt. Wer analoges Kabelfernsehen schaut, wird hier keine Unterschiede sehen. Bei Digitalfotos oder DVD fällt das jedoch sehr ins Gewicht. Weiterhin ist ein SD-Slot, eine USB Anschluss - ein HDMI Eingang an der Front (PS3 lässt grüßen) und ein Motordrehfuss mit im Paket - bei dem Preis. Was will man mehr? Leider verträgt der Hitachi kein 1080p@24 und so schwarz und farbecht, wie der Pioneer ist er auch nicht. Und leider sieht er auch nicht so schmuck aus, auch wenn der mattschwarze Plastikrahmen für das Bild besser ist - weil es eben nicht spiegelt.

Nun ja - das ist ja dann einfach. Wer einen guten und einfachen Plasma TV haben will - nimmt den günstigen Hitachi - und wer es perfekt haben will, den Pioneer.

Unser Fazit:
+ Stromsparpanel (Al Gore läßt grüßen)
+ 1080i systembedingt perfekt
+ hervorragende Ausstattung (z.B. Motordrehfuss)
+ günstiger Preis
- Plastiklook
- kein 1080p@24

Weiter geht es mit der schönen neuen Plasma-Welt nach der IFA in Berlin - dann kommen von allen Herstellern die FullHD Geräte (z.B. bei Hitachi die X-Modelle). Die sind von Panasonic schon jetzt auf dem Markt - nur leider kann kein Panasonic zum heutigen Zeitpunkt 1080p@24. Wieder so eine Schlamperei - denn wer einen FullHD kaufen will, der wird doch sicher nicht auf eine ruckelfreie Darstellung verzichten.

Hier noch ein Hinweis: FullHD macht bei Plasma und LCD Fernsehern relativ wenig Sinn, denn ab einem vernüftigem Sitzabstand sind Auflösungsunterschiede nicht mehr zu sehen. Mit einem Testbild können wir Ihnen das im Heimkinoraum deutlich zeigen. Das ist bei Projektoren anders, da dort der Sitzabstand in der Regel nur Faktor 2 der Bildbreite beträgt.

Heimkinoraum ... immer einen Besuch wert. Wir erklären und zeigen den Unterschied.