Sony VPL-VW260/360 4K Test


Ekki Schmitt und Stefan Wesche, Experte bei HEIMKINORAUM

Sony VPL-VW260/360: 4K wird endlich bezahlbar!

 

Seit Jahren hat Sony die Monopolstellung in Sachen nativer 4K Beamer inne, denn bis heute ist es keinem anderen Hersteller gelungen, ein konkurrenzfähiges Gerät mit der begehrten 8 Megapixel Auflösung auf den Markt zu bringen. Diese mangelnde Konkurrenz hat sich auch im Preis widergespiegelt, denn das hochauflösende Großbildvergnügen gab es bisher erst ab €7000.- aufwärts, zuviel für die meisten Heimkino-Budgets.

 

Doch auch ohne Konkurrenz möchte Sony seine begehrte VW-Serie nun (endlich) einem breiteren Publikum zugänglich machen: Vor allem der neue VPL-VW260 soll mit einem Preisschild von €4999.- die obere Beamer-Mittelklasse im Sturm erobern. Laut Sony bedeutet die Preissenkung aber keinen technischen Stillstand, denn im VW260 sollen einige technische Neuerungen eingeflossen sein.

 

Die bewährte Kooperation zwischen Heimkinoraum und Cine4home sorgt nun für die die ersten belastbaren Werte und zeigt auch auf, worin die Unterschiede zu den größeren Modellen VW360 und VW550 liegen.

 

Ausstattung und Technik

Die äußerlichen Veränderungen sind gering: Bis auf den schwarzen Ring um das Objektiv zeigt sich der VW260 optisch identisch zu seinen großen Brüdern, beim ebenfalls neuen VW360 gibt es sogar gar keinen optischen Unterschied zum VW320. 

 


Strenggenommen ist aber der VW260 der direkte Nachfolger des VW320, der entsprechend aus dem Programm genommen wurde: Zu Gunsten des geringeren Preises wurden die Lens-Memory Funktion und die adaptive Objektiv-Iris wegrationalisiert. Beides hat hingegen der VW360 nun erhalten, den hauptsächlich nur noch die geringere Lichtleistung vom VW550 trennt, der wiederum unverändert im Programm bleibt.

 

 

Doch das eigentliche Hauptmanko des VW320 war die auf rund 8Gbit/sec limitierte HDMI Schnittstelle, die bei 50/60Hz Signalen, wie sie bei TV-Übertragungen, Streaming und Videospielen verwendet werden, keine HDR Zuspielung erlaubte.  Der VPL-VW260/360 ist (wie der VW550) auf beiden HDMI Eingängen voll zu HDCP 2.2 und HDR kompatibel und auch 4K/60Hz Material kann jetzt mit bis zu 12bit empfangen werden. Die volle HDMI 2.0 Bandbreite von 18Gbit/sec wird aber nach wie vor nicht erreicht, das Limit liegt nun bei rund 13,5Gbit/sec.

  

Eines der Erfolgsgeheimnisse des VW550 war seine hervorragende Skalierung von herkömmlichem FullHD Material auf seine eigene native 4K-Auflösung. Durch die intelligente „Reality Creation“ gelang es ihm, so feine Details herauszuarbeiten, dass der analoge Look gesteigert wird und für so eine Qualität sorgt, dass man fast schon auf native 4K Quellen verzichten kann. Der VW550 ist also auch der bessere FHD Beamer. Diese bewährte Technik haben der VW260 und der VW360 nun „eins zu eins“ vom VW550 geerbt, sie beeindrucken ebenso mit FullHD-Quellen.

 

Soweit die technischen Neuerungen, die zwar eher einer moderaten Modellpflege entsprechen, was aber in Anbetracht der Preissenkung nicht kritikwürdig ist. Zu was für einer Bildqualität das in der Praxis führt, zeigen wir hier…

 

Farbdarstellung 

In Sachen Farben gibt es seit dem UHD-Zeitalter zwei Standards: Den Rec709/sRGB Farbraum, wie er für SDR/FullHD zum Einsatz kommt, und der neue BT2020/DCI Farbraum, wie er für HDR/UltraHD meist zum Einsatz kommt. Vor allem letzterer ist wegen seiner intensiven Farben für Beamer schwer darzustellen.

 

Die neuen VW260/360 zeigen hier keine technischen Neuerungen, zum Einsatz kommt weiterhin der „Triluminos Farbraum“, der deutlich gesättigtere Grundfarben Rot und Grün bietet, die DCI Norm aber vor allem in Grün nicht erreicht. Diese Perfektion bleibt weiterhin den Topmodellen wie z.B. dem Sony VW5000 vorbehalten.

 
Triluminos Farbraum der VW-Serie

 

Schon beim VW550 wurde aber die Farbmatrix dahinter feingetunt, denn in Verbindung mit UHD Premium Material zeigt sich auch ohne aufwändige Kalibrierung eine natürliche Farbreproduktion, die aber auch zu kräftigen Farben (wo gewünscht) in der Lage ist. Die Farbwiedergabe von DCI ist daher trotz des etwas verkleinerten Farbraumes mit „gut“ zu bewerten.

 
SDR / BT709 Preset

 

Bei herkömmlichem SDR gibt es keinerlei Einschränkungen: Aktiviert man das „BT709“ Preset, zeigen sich hervorragend abgestimmte Primär- und Sekundärfarben. 

Die zu beiden Farbräumen zugehörige Abstimmung der Farbtemperatur ist ebenfalls nahezu auf den Punkt (vorausgesetzt man verfügt über eine farbneutrale Leinwand), nur kleinere Korrekturen sind notwendig.

Mit diesen Ergebnissen überzeugen der VW260/360 sowohl bei FullHD / SDR als auch bei UHD Premium Material in der Farbdarstellung, der Kompromiss aus Farbraum und Helligkeit ist den Ingenieuren gut gelungen, womit wir beim nächsten Aspekt ankommen:

 

Helligkeit & Kontrast

Wie bereits erwähnt, verfügt der VW260 über keine adaptive Iris und eine etwas schwächere Lampe, als das Top-Modell VW550. Er arbeitet also ausschließlich mit seinem nativen Kontrast, der aber identisch zu seinen großen Brüdern ausfällt:

Nativ erreichen der VW260 und 360 zwischen 13,000:1 und 18,000:1 (je nach Zoom ), was für eine sehr gute Bildplastizität sorgt und Dank des höheren ANSI-Kontrastes es sogar mit JVC aufnehmen kann.

 
Der VW360 bietet eine zusätzliche Auto-Iris im Objektiv

 

Beim VW360 wird dieser Dynamikumfang durch eine adaptive Iris im Objektiv weiter gesteigert, so dass dieser in dunklen Szenen einen noch besseren Schwarzwert zeigt, als der VW260.

In Sachen Helligkeit bieten beide Modelle identische Ergebnisse: Aktiviert man ihre native Farbtemperatur, so erreichen beide rund 1480 Lumen (Zoom auf Max), was nahezu eine Punktlandung bzgl. der Werksangabe darstellt. Durch die Kalibrierung gehen rund 250 Lumen verloren, so dass beide Modelle bis zu 1250 Lumen bei richtiger Farbdarstellung bieten. Für SDR-Material ist dies mehr als genug, in Sachen HDR sind der VW260 / 360 auf Bildbreiten bis 3m limitiert, dem größeren Modell VW550 gelingt eine noch bessere Herausarbeitung von hellen HDR-Highlights.

Für eine optimale HDR Justage auf die individuelle Bildgröße, Raum und Sehgewohnheiten, bietet der „HDR-Kontrast“ Regler eine schnelle Anpassung, mit der intuitiv jeder zurecht kommt. Technisch steckt dahinter die direkte Limitierung des Clipping Punktes: Je höher man den Kontrastregler einstellt, desto niedriger wird der Clipping Punkt. Im niedrigsten Fall beträgt dieser 600nits Signalpegel, was in manchen Bildszenen zum Übersteuern von hellen Partien führen kann.

 

Detaildarstellung / Schärfe

 

Wie ebenfalls bereits erwähnt, haben die VW260 und 360 die Reality Creation neuster Generation vom VW550 geerbt und bieten dementsprechend identische Ergebnisse: Die neue Reality Creation zielt auf feine Details (hohe Frequenzen), ohne dabei Rauschen überzubetonen.
 

Bisher wurde die Schärfe angehoben, aber auch die Nebeneffekte wie Rauschen.
Letzteres musste man wiederum mit einer Rauschminderung „bekämpfen“

 

Selbst bei nativer 4K Zuspielung gelingt es dem Algorithmus, feine Details noch präziser herauszuarbeiten, ohne dabei starkes Kantenflimmern oder starkes Rauschen zu provozieren. Doch ganz ohne Nebenwirkungen ist sie nach wie vor nicht, man sollte sie daher weiter vorsichtig dosieren. Vor allem herkömmliche 2K Quellen werden dank einer effektiven Kombination mit dem Upscaler so beeindruckend aufgewertet, dass auch bei großen Bildbreiten eine 4K Zuspielung nicht obligatorisch ist.

Und auch dieses Jahr müssen wir wieder vermelden: Das Motionflow System wurde nicht überarbeitet, Sowohl der VW260, als auch der VW360 lassen eine Zwischenbildberechnung bei nativer 4K Zuspielung weiterhin vermissen. Erst mit dem VW760 (und einem Preis von rund €15,000.-) bietet Sony diesen Luxus an.

 

Fazit:

Sony setzt mit seinen neuen Modellen VW260 und VW360 eine klare Botschaft: Auch ohne direkte Konkurrenz arbeitet man daran, die native 4K-Technologie für eine immer größere Gemeinde von Heimkinofans bezahlbar zu machen.  

 

Mit dem VW260 ist dabei der erste Schritt gemacht: Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von €4999.- ist dieser für jeden Interessenten eines fortgeschrittenen Heimkinoprojektors interessant und lässt sich in viele Budgets einplanen. Für diesen Preis bietet er eine bis dato ungeschlagene Detailauflösung, ansprechende Helligkeit und präzise Farbreproduktion. Zudem wertet er durch seine modernisierte „Reality Creation“ vor allem herkömmliche FullHD Quellen derart auf, wie man sie so noch nicht im Großbild bewundern durfte.

 

Ist man bereit, weitere €2000.- zu investieren, erhält man mit dem VW360 zusätzlich eine adaptive Irisblende zur Steigerung des Kontrastumfanges, sowie die LensMemory Funktion zum Abspeichern diverser Optik-Positionen, was die Verwendung einer CinemaScope Leinwand erleichtert.

 

Welcher von beiden für Sie der richtige ist, entscheiden Sie selbst: Wir empfehlen den persönlichen Direktvergleich in einem der zahlreichen HEIMKINORAUM Standorte in ganz Deutschland, wo wir die neuen Sony Modelle ab sofort in der Vorführung haben.

 

Lassen Sie sich von unseren Experten persönlich oder telefonisch beraten. Wir freuen uns auf Sie!

 

  Erleben Sie den Unterschied - HEIMKINORAUM – Immer einen Besuch wert

 

 



Kommentare

Franco B.
Von am 27. September 2017

Endlich in 4K Zocken und Fußball auf meine Leinwand :)

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