Test: EPSON EH-TW9300(W)


Ekki Schmidt & Andreas Dittrich, Experte bei HEIMKINORAUM

Was kann „der Neue“ wirklich besser?
Was Sie über den neuen Epson EH-TW9300 wissen sollten…

Der Epson EH-TW9200 war bei Großbildfreunden weltweit so beliebt, dass der Hersteller ihn 2 Jahre in Folge nicht ersetzen musste, ein echter „Evergreen“. Doch in den letzten Monaten wirkte das Gerät in Anbetracht der stetig stärker werdenden Konkurenz doch langsam ein wenig „antiquiert“. Epson nutzte die diesjährige Funkausstellung in Berlin, um nach eigenen Angaben wieder Maßstäbe in der Preisklasse um €3000.- zu setzen: Der neue EH-TW9300 ist geboren.

Wie immer, soll der neue Epson EH-TW9300 (W) alles besser machen, als sein Vorgänger: Schärfer, heller, kontraststärker! Erfahrene Anwender wissen aber, dass solche vollmundigen Versprechen mit Vorsicht zu genießen sind.

Um die wahren Unterschiede aufzudecken, haben Cine4home & Heimkinoraum genau hingesehen und zu den Messinstrumenten gegriffen. Lesen Sie hier, was sie über den neuen TW9300 (W) wissen müssen:

 

Ruhe durch Größe!

Der EH-TW9200 war sicherlich kein lauter Beamer, aber dass es auch leiser geht, hat die Konkurrenz (vor allem Sony) bewiesen. Hierauf hat Epson reagiert und das Chassis merklich vergrößert.

Der TW9300 (links) ist deutlich gewachsen…

Die größeren Luftkanäle und Lüfter des 9300ers sind in der Lage, mehr Luft „langsamer“ zu bewegen, was sich in der Lautstärke positiv bemerkbar macht. Bei gleicher Lichtleistung ist der TW9300 merklich ruhiger als der 9200er, im hohen Modus bleibt er aber weiterhin deutlich wahrnehmbar, was in Anbetracht der Lichtleistung von bis zu 2500 Lumen unvermeidbar ist. 

 

Mehr Komfort durch Motorisierung

Heimkinoleinwände im original 21:9-„Cinemascope“ Format werden auch daheim immer beliebter, weil sie besser unser Blickfeld ausfüllen, als das herkömmliche 16:9 Format. Der Nachteil: Die verschiedenen Bildformate (16:9 bzw. 21:9) müssen mechanisch per Zoom / Fokus / Lensshift direkt am Objektiv vorgenommen werden, was vielen manuell zu umständlich erscheint.

Der TW9300 wurde daher mit einem voll motorisierten Objektiv ausgestattet, das zudem das „Abspeichern“ diverser Positionen erlaubt. Nach einmaliger Einrichtung ist es möglich, bequem per Knopfdruck auf der Fernbedienung das Format umzuschalten, den Rest macht das Objektiv vollautomatisch.

 

Mehr Helligkeit bei richtigen Farben

In den Katalogwerten unterscheiden sich der TW9200 und TW9300 gar nicht so sehr und dennoch gibt es einen gravierenden Unterschied, wenn man auf eine genaue Farbreproduktion Wert legt: Zu einer HD-normgerechten Farbwiedergabe benötigte der TW9200 den internen Cinema-Farbfilter , der einen Lichtverlust um 70% mit sich brachte. Der helle „Wohnzimmermodus“ hingegen hatte eine merkliche Grünschwäche.

Das Gründefizit des Vorgängers in hellen Bildmodi (oben), wurde beim TW9300 beseitigt (unten)

Beim TW9300 wurde dieses Defizit beseitigt: Auch ohne internen Farbfilter gelingt es ihm, die HD-Norm genau einzuhalten und somit ist er bei perfekten Farben deutlich heller. Bis zu 2000Lumen bietet er kalibriert, 1200 Lumen mehr als der TW9200 (kalibriert nur 800 Lumen). Diese Steigerung bei guten Farben ist vor allem im Wohnzimmereinsatz willkommen, wird der TW9300 damit noch flexibler im Einsatz.

 

Besserer Dynamikumfang für mehr Plastizität

Auch in Sachen Dynamikumfang hat der TW9300 gleich an mehreren Stellen zugelegt: Da wäre zunächst einmal das überarbeitete Objektiv mit zusätzlichen Glaselementen. Es sorgt für eine bessere Lichttrennung und verdoppelt den ANSI Kontrast des TW9300 nahezu auf über 450:1 (TW9200 nur 240:1). Helle Filmszenen gewinnen so in optimierten Räumen oder in Verbindung mit kontrastoptimierten Leinwänden sichtlich an Plastizität, weil dunkle Bildpartien besser von hellen abgegrenzt werden.

Als zweite Maßnahme verfügt der TW9300 über eine Objektiv-Blende, die er vom großen Bruder LS10000 geerbt hat. Diese kann man per Fernbedienung in 20 Schritten schließen und so Licht gegen Kontrast tauschen. Der native Kontrast wird so von 4500:1 auf 6700:1 gesteigert, durch die starken Lichtreserven wird das Bild dabei nicht zu dunkel.

„Last but not least“ verfügt der TW9300 über eine dynamische Blende, die wahlweise hinzugeschaltet werden kann. Sie passt die Lichtmenge der Lampe auf den gerade anzuzeigenden Bildinhalt an. Die Mechanik diese Blende wurde für den TW9300 überarbeitet und sorgt bei Schwarzblenden jetzt für absolute Dunkelheit.

Mit all diesen drei Maßnahmen kann sich der TW9300 von seinem Vorgänger in Sachen Schwarzwert und Kontrast absetzten, wenn man ihn entsprechend konfiguriert.

 

UHD Premium Wiedergabe

Bleibt der aktuelle 4K-Trend, der endlich mit dem Start der UHD Bluray im Frühling eingeläutet wurde. Diese umfasst nicht nur die volle UHD (3840x2160) Auflösung, sondern auch den originalen Kinofarbraum (DCI P3) und eine präzisere Dynamikausnutzung (HDR Gamma mit 10bit). Bislang war es nur teuren HighEnd Geräten jenseits der €4000.- vorbehalten, dies zu verarbeiten, der TW9300 ist der erste Mittelklasse Beamer mit UHD-Premium Kompatibililität.

Mit 4K Enhancement sorgt er für eine echte Pixelverdopplung, mit der er sequentiell eine Auflösung von vier Megapixeln erreicht. Dies entspricht zwar nur der halben UHD-Auflösung, sorgt aber dennoch für eine sichtbare Verbesserung gegenüber herkömmlichem FullHD. Gleichzeitig bildet das neue Objektiv optisch wesentlich schärfer ab, der TW9300 ist der schärfste Epson, den wir bisher gesehen haben.

Mit dem speziellen DCI Farbfilter , der in dem entsprechenden Bildmodus automatisch in den Lichtweg geschoben wird, deckt der TW9300 den Farbraum komplett ab, übertrifft ihn sogar.

Und auch an die HDR Unterstützung hat man gedacht: Der HDMI1 Eingang ist zu UHD HDCP2.2. Signalen, wie sie von Bluray Playern oder Streamingboxen kommen, kompatibel und erkennt automatisch die HDR-Metadaten des Filmes. Das entsprechende auf unsere Augen optimierte HDR 10bit Gamma ist ebenfalls vorkonfiguriert und wird bei entsprechender Quelle automatisch genutzt.

Diese drei Maßnahmen tragen dazu bei, dass der EH-TW9300 kompatibel zu dem neuen UHD-Premium Standard ist und die Vorteile auch angemessen in Bildqualität umsetzen kann. In der Preisklasse um €3000.- ist dies ein absolutes Alleinstellungsmerkmal.

 

Fazit:

Tatsächlich, Epson hat fast alle Versprechen der Bildverbesserung gehalten: Der neue TW9300 ist durch einen optimierten Lichtweg besser in der Lage, perfekte HD-Farben mit eine hohen Lichtausbeute (2000 Lumen) zu kombinieren und wird damit gehobenen Ansprüchen im Wohnzimmer gerecht.

 

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Kommentare

Guter Test!
Von am 02. März 2017

Danke Jungs!

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