Philips Screeneo 2.0 HDP2510 Test


Ekki Schmitt und Jürgen Bürtsch, Experte bei HEIMKINORAUM

Jetztbestellen! Bei HEIMKINORAUM im Test Philips Screeneo 2.0 HDP2510. Eine neue Beamergattung sorgt für den überdimensionalen TV-Ersatz.

Seit diesem Frühling macht eine neue Beamergattung im Heimkinobereich von sich Reden: Die Ultrashortthrow-Projektoren.  Ihr neuester Vertreter ist der „Screeneo 2.0“ (HDP2510) aus dem Hause Philips, der im letzten Monat das Licht der Welt erblickte und zu einem Preis von ca. €1799.- im Heimkinoraum zu erwerben ist.

Seine Besonderheit: Statt in mehreren Metern Abstand zur Leinwand an der Decke montiert zu werden, benötigt der Screeneo nur wenige Zentimeter(!) Abstand zu Leinwand und kann so direkt unterhalb des Bildes positioniert werden.

Dies eröffnet neue Möglichkeiten: Die Projektoren können direkt auf einem Sideboard gestellt werden und als TV-Ersatz dienen, ohne die Decke des Wohnraumes zu „belasten“. Danach können sie, wenn gewünscht, schnell  verstaut werden. Und für den portablen Einsatz sind sie besonders gut geeignet, weil man sie direkt mitnehmen kann und, sie stets vor der freien Projektionsfläche ihren Standort finden, auch direkt auf der Erde.

 

Dementsprechend neu ist die Zielgruppe dieser neuen Projektorengattung:  All diejenigen, die vor dem herkömmlichen Beamer an der Decke bisher zurück schreckten und eine praktischere Alternative suchen.

Doch zu was für einer Bildqualität ist ein neuer Kurzdistanz-Heimkinobeamer wie der Screeneo überhaupt in der Lage? Müssen Abstriche im Vergleich zu „normalen“ Beamern gemacht werden? Wir haben genau hingeschaut:

Technik

Der Philips Screeneo ist äußerlich nicht als Beamer zu erkennen, zu weit ist er designtechnisch von anderen Geräten weg. Am ehesten ist er noch mit einem Kofferradio vergleichbar, was auch seinem integrierten Audiosystem geschuldet ist.

 

Der gesamte Lichtweg samt Optik und Umlenkspiegel ist im Inneren des Chassis integriert und durch eine obere Glasscheibe vor Kratzern und Staub geschützt. Das erleichtert die Reinigung und Langlebigkeit. So  kann man nichts mit Fingerabdrücken verunreinigen, die besonders schwer wieder zu entfernen sind.

 

Die verwendete Vollglas-Optik, die man im Inneren erkennen kann, soll eine besonders hohe Randschärfe erlauben, was bei einem solchen Aufbau besonders schwer zu realisieren ist.

Zwar kommt im Screeneo2.0 noch herkömmliche UHP-Lampentechnik zum Einsatz, doch an ihrer Hauptschwäche, der Lebensdauer, wurde gearbeitet. Laut Philips handelt es sich um ein neu entwickeltes Lampenmodell, das bis zu 10,000Std durchhalten soll. Mit Ersatzkosten von nur rund €250.- arbeitet der Screeneo 2.0 somit äußerst ökonomisch.

Die UHP-Lampe bringt neben der langen Lebensdauer auch andere Vorteile:  Mit 2000 Lumen soll der Screeneo sich auch in nicht komplett abgedunkelten Räumen behaupten, Philips  betont, dass es sich hierbei um echte Helligkeit handelt, die auch in Farben und nicht nur speziellen Testbildern umgesetzt wird (mehr dazu im Bildteil).

 

Die Lampen-Projektorentechnik fordert aber ihren Tribut an Größe und Gewicht.  Der Screeneo2.0 ist recht schwer und trotz solider Verarbeitung sollte man ihn lieber nicht fallen lassen.

Auch beim Transport sollte man von starken Vibrationen oder Stößen absehen, was durch die gepolsterte Tragetasche aber erleichtert wird.

Ausstattung & Aufstellung

In Sachen Ausstattung von großer Bedeutung sind die Eingänge, über die der Projektor Kontakt zur Außenwelt aufnimmt. Priorität liegt auf der HDMI Schnittstelle, über die alle modernen Ausgabegeräte von DVD-Player bis TV-Receiver verfügen. Der Screeneo bietet gleich drei solcher HDMI Anschlüsse.

Philips Screeneo 2.0. 
Ein weiterer HDMI Anschluss befindet sich seitlich

Einer davon ist an der Seite platziert, um auch den schnellen Anschluss von portablen Zuspielern zu erleichtern. Im Falle des Screeneo wird dieser elegant durch eine Klappe versteckt.

 

Überdies bietet der Screeneo auch einen VGA-Eingang, denn noch immer ist dies ein sehr häufig verwendeter Ausgang an Notebooks. Trotz interner Lautsprecher kann der Ton wahlweise optisch, oder über Klinkenkabel oder ganz kabellos per Bluetooth an externe Lautsprecher weitergereicht werden. Für Besitzer von Soundbars ist dies eine gute Nachricht.

Philips hat auch passende Soundbars im Programm. Doch auch jede andere Bluetooth Bar kann verwendet werden.

Die Fernbedienung des Screeneo 2.0 ist Beamer-typisch spartanisch und erlaubt die Steuerung der OSD-Menüs und einiger Grundparameter. Deutlich wird hier auch: Als direktem TV Ersatz fehlt dem Screeneo „Smartness“: Über eine Netzwerkfähigkeit oder Smart-Oberfläche verfügt er nicht, trotz USB-Buchse auf der Rückseite können auch keine Videodateien abgespielt werden (dies soll durch ein Update behoben werden). Somit ist der Philips Screeneo grundsätzlich auf einen externen Zuspieler angewiesen, was ihn mehr zu einem großen Display macht.

Weiter geht es mit der Installation: Das im Inneren geschützte Vollglasobjektiv ist voll motorisiert und die Schärfe wird bequem per Knopfdruck am Gerät oder auf der Fernbedienung justiert. Die Mechanik arbeitet dabei so fein, dass die optimale Schärfe sehr gut mit etwas Geduld gefunden werden kann.

Die Bildgröße wird alleine durch den (kurzen) Abstand zur Wand beeinflusst, über ein Zoom objektiv verfügen Ultrakurzdistanzbeamer grundsätzlich nicht. Platzprobleme kennt der Projektor dennoch nicht: Für eine Bilddiagonale von rund 3 Metern reicht ihm ein Abstand von nur 42cm, so gelingen ihm wirklich große Bilder auf kleinstem Raum, der limitierende Faktor ist lediglich die Größe der Projektionsfläche/ Wand.

 

Grundsätzlich kann jede helle Wand als Projektionsfläche genutzt werden, sie sollte aber möglichst eben sein: Schon leichte Wölbungen führen durch den steilen Projektionswinkel zu sichtbaren Geometrieverzerrungen. Grobe Raufasertapeten erzeugen Schattenbildung und beeinträchtigen die Bildqualiät, feine Raufaser ist hingegen weniger ein Problem. Am besten eignen sich glatt verputze Wände oder plan hängende Leinwände.

Überrascht hat uns die ungemein leise Belüftung: Der Screeneo ist in seinen beiden Eco-Modi kaum noch wahrnehmbar, er gesellt sich damit zu den leisesten Heimkinobeamern überhaupt.

Bildqualität

Wie gut kann der Philips Screeneo als Ultrakurzdistanzprojektor mit den „klassischen“ Heimkinobeamern mithalten? Es folgen unsere überraschenden Ergebnisse …

Farbdarstellung

Für eine natürliche Farbgebung muss sich ein Projektor möglichst genau auf die Videonorm trimmen lassen. Mit seinem RGBRGB bewirbt Philips den Screeneo als besonders „farbecht“.

Farbraum nach Kalibrierung

Unsere Messung zeigt, dass der er bei Wahl des richtigen Presets die HDTV-Videonorm in den Grundfarben tatsächlich sehr gut trifft, weitere Feinkorrekturen können auf Wunsch mit einem ColorManagement durchgeführt werden.

 

Der richtige Weißabgleich in der Farbtemperatur wird durch die Presets „Natürlich“ und „Warm“ erzielt. Mit Nachkalibrierung ist sogar Perfektion möglich. Der  Screeneo ist farblich tatsächlich zu einer sehr hohen Präzision in der Lage, die sich auch vor teureren Preisklassen nicht verstecken muss.

Helligkeit und Kontrast

Die technischen Daten weisen den Screeneo mit 2000 Lumen als sehr lichtstark aus, heller als viele andere Heimkinobeamer. Doch die Herstellerangaben sind die eine Sache, kalibrierte Farbhelligkeiten die andere, nicht selten bleibt von den hohen Katalogwerten nach der Kalibrierung nur die Hälfte übrig. Wir haben daher selbst nachgemessen:

Der Philips Screeneo setzt unter realen Bedingungen rund 1600 Lumen in der Bilddarstellung um und sorgt so für eine sehr ansprechende Bildhelligkeit, die sich auch in nicht ganz abgedunkelten Räumen durchsetzt. Dies kombiniert er mit rund 2000:1 nativem Kontrast, was für diese Klasse einen durchschnittlich soliden, aber keine überragenden Wert darstellt.

Im laufenden Filmbild führen diese Ergebnisse zu einer sehr ansprechenden Bildhelligkeit, die auch fürs TV-Schauen keine komplette Abdunklung erfordert. Auch die Plastizizät ist gut, alleine durch dunkle Szenen mit viel Schwarzanteil zieht sich ein leichter Grauschleier über das Bild, weil Schwarz eher Dunkelgrau erscheint. Dies ist aber in dieser Preisklasse üblich, bessere Schwarzwert e muss man teuer erkaufen, da sie technsich ebsonders schwierig zu realisieren sind.

Detaildarstellung / Bewegungsschärfe

Ein FullHD Projektor wie der Screeneo sollte mit seinen 2 Megapixel Auflösung möglichst scharf und detailreich auf der Leinwand abbilden können, was bei einem Ultrakurzdistanzbeamer sich als besonders schwierig erweist.

Für eine bestmögliche Qualität setzt Philips auf ein Vollglasobjektiv, was sich bezahlt macht: Richtig justiert zeigt sich bis in die Randbereiche eine gute optische Schärfe, die wir bei einem Ultrakurzdistanzbeamer dieser Preisklasse so selten gesehen haben. 

Bei der Signalverarbeitung zeigt sich der Screeneo etwas zu konservativ: Das Bild wird pixelgenau und auch scharf abgebildet, doch weiterführende, intelligente Schärfealgorithmen, wie sie bei vielen Heimkinobeamern mittlerweile üblich sind, lässt er vermissen. So bietet er zwar einen detailreichen und natürliche wirkenden Bildlook, aber nicht überdurchschnittliche Schärfe.

Sehr lobenswert in dieser Preisklasse ist die 120Hz Zwischenbildberechnung, bei Philips „FlowMotion“ genannt. Das System arbeitet gut und erhöht die Bewegungsschärfe merklich, zeugt aber von einer etwas aggressiven Einstellung, die Spielfilmen den so genannten „Soap Look“ verleiht, sie verlieren ihren 24p Kinocharakter. Wen das stört, kann das Flowmotion deaktivieren, ein Dosieren in mehreren Stufen soll durch ein Software Update nachgereicht werden.

Ton

Nicht nur in der Bildqualität, auch beim Ton zeigt der Philips Screeneo seine Stärken: Dank seines eingebauten 2.1 Systems (vorne Stereo, hinten Subwoofer), gelingt im eine Klangdynamik, die die meisten Fernseher hinter sich lässt.

Besonders gut gefällt das Virtual Surround Programm, das den Ton diffus im Raum verteilt und so die Klangkulisse des kleinen Projektors merklich verbreitert, ohne die Ortung zu sehr zu beeinträchtigen. Es ergibt sich ein sehr ausgewogenes Klangbild.

Wer noch höhere Ansprüche hegt, kann den Ton entweder kabelgebunden oder kabellos per Bluetooth an externe Lautsprecher weiterleiten, so dass auch externe Soundanlagen oder Soundbars zum Einsatz kommen können.

Cine4home und HEIMKINORAUM Fazit:

Der Philips Screeneo2.0 HDP2510 hingegen kommt zwar mit relativ großen Maßen und üppigem Gewicht daher, ist aber dank des kompakten Designs und des praktischen Tragegriffs durchaus als portabel und Beamer „für alle Zwecke“ einzustufen.

Seine konservative aber bewährte Technik (UHP Lampe + Farbrad) führt zu soliden Ergebnissen in der Bildqualität: Mit hoher Farbhelligkeit (netto 1600 Lumen), guter  Bilddynamik (2000:1) und natürlicher Farbgebung (sRGB / BT709) gefällt der Screeneo genau da, wo es für einen Heimkinobeamer wichtig ist. Die voluminöse Tonqualität und die geringere Lüfterlautstärke lassen ihn auch als ernsteren TV-Ersatz erscheinen.

Tatsächlich hat die „Kühlbox“ aus den Niederlanden das Potenzial, eine vollkommen neue Käuferschicht für das Großbilderlebnis daheim zu begeistern, denn der Screeneo2.0 erleichtert die Installation und sorgt durch seine günstige 10,000Std Lampe für geringe Betriebskosten, die es ebenfalls mit einem TV aufnehmen können.

Wir können jedem Interessenten nur empfehlen, einen eigenen Blick auf den innovativen Beamer in einem unserer zahlreichen Heimkinoräume in ganz Deutschland zu werfen, dann wird man erkennen: Bildgröße ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Bildgröße!

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Kommentare

0:0 ... aber immer noch cool
Von am 17. Juni 2016

Haben das gestern erstmals mit Fussball Deutschland - Polen genutzt. Der Heimkinoraum Nürnberg hatte und das empfohlen. Da es draußen zu kalt war, haben wir im Wohnzimmer eine Wand freigeräumt. 3 m Bildbreite ... das Spiel war Mist, das Bild und der Ton super.

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cooles Teil ...
Von am 17. Juni 2016

Hab ich mir heute angeschaut ... sieht aus wie eine Kühlbox ... aber das Bild ist riesig und auch der Ton super ... kommt gleiich zur EM in den Einsatz ;-)

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